Unbekannte zerstören Zaun

Um Wildschäden im Maisfeld zu vermeiden, errichtete Schindler einen Elektrozaun, den Spaziergänger aber ständig beschädigen.

Heedfeld - Der Ärger von Jagdaufseher Winfried Schindler ist groß. Zum wiederholten Male haben Unbekannte einen Zaun beschädigt, mit dem die Jagdpächter im Bereich Wasserturm in Heedfeld ein Maisfeld vor Wildschäden schützen. Schindler hat nun eine Belohnung zur Auffindung der Täter ausgesetzt.

Jagdpächter sind von den Jagdgenossenschaften dazu verpflichtet, Wildschäden auf den Flächen von Landwirten zu ersetzen. Damit es im besten Fall gar nicht erst zu Schäden in Mais-, Hafer- oder Weizen-Feldern kommt, installierte Winfried Schindler in Heedfeld rund um einen Acker in der Nähe des Wasserturmes einen elektrischen Zaun. Dieser soll Wildschweine davon abhalten, durch das Feld zu pflügen. Doch immer wieder sind es nicht die Vierbeiner, die den Zaun beschädigen, sondern Zweibeiner.

„Es gibt einige Spaziergänger, die von der Grundschule Spormecke aus über die Wiesen bis zum Wasserturm laufen. Dabei ist das Betreten von landwirtschaftlich genutzten Flächen verboten. Doch das wird dort oben permanent ignoriert“, sagt Schindler. Schon oft habe er Spaziergänger darauf aufmerksam gemacht, woraufhin er dann Sätze wie „Die blöden Bauern sollen sich nicht so anstellen“ zuhören bekommen habe.

Da der Zaun rund um das Maisfeld für die Spaziergänger ein Hindernis darstellt, sei dieser schon oft einfach niedergetreten oder rausgerissen worden. Dann ginge es weiter durch das Feld, wobei die Pflanzen zerdrückt würden.

Um das zu verhindern, brachte Schindler gemeinsam mit seinem Sohn weitere Eichenpfähle an und spannte auf Brusthöhe über rund 100 Meter zusätzlichen Stacheldraht. Vergangenen Samstag folgte dann die Ernüchterung: Nur eine Woche nach der Verstärkung des Zauns hatten Unbekannte den Draht mit einer Zange kaputt geknipst, Pfähle umgestoßen und sich so wieder Zugang verschafft. „Das ist eine unverschämte Boshaftigkeit“, ärgert sich Winfried Schindler, der als Jagdaufseher für die Reviere Heedfeld und Lauenscheid zuständig ist. Ihn stört nicht nur der reine Sachschaden in Höhe von rund 300 Euro, sondern die Tatsache, dass der Zaun immer wieder absichtlich zerstört wird.

Dabei sei der Zaun sehr wichtig, um die Ernte auf den Feldern zu schützen. Eine Rotte Wildschweine könne einen großen Schaden anrichten. „Zum Glück ist das nicht passiert, als der Zaun kaputt war.“

Er sei es nun „so was von leid“, dass er eine Belohnung in Höhe von 300 Euro ausgesetzt hat, um die Täter zu finden. Schindler nimmt Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 0 23 55 / 77 65 entgegen.

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