UWG ohne eigenen Kandidaten

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Der UWG-Parteivorsitzende Bernd Müller.

SCHALKSMÜHLE - Die UWG stellt keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten. In einem Pressegespräch erklärten der Parteivorsitzende Bernd Müller, der Fraktionsvorsitzende Klaus Nelius und sein Stellvertreter Ortwin Schmidt, dass sie den Amtsinhaber Jörg Schönenberg bei der Wahl im Mai unterstützen wollen.

Eine Kandidatur ist nach Aussagen von Bernd Müller eine Entscheidung für einen neuen Beruf. Diese mache nur Sinn, wenn der Kandidat bereit wäre, diesen Schritt zu gehen. „In der UWG haben wir derzeit niemanden, der dazu bereit ist. Dass sich niemand gefunden hat, liegt aber auch daran, dass Jörg Schönenberg ein guter und geeigneter Kandidat ist.“ Klaus Nelius fügte hinzu, dass derzeit viele Prozesse wie die Primus-Schule, die Umstrukturierung beim Personal der Verwaltung, der Kunstrasenplatz und die Regionale in Fahrt seien. „Ein neuer Bürgermeister müsste auf diesen fahrenden Zug aufspringen.“ Ein solcher Wechsel sei mit einem hohen Risiko behaftet und sollte nur riskiert werden, wenn zum jetzigen Zeitpunkt viele Dinge in Schieflage seien. Dies sei derzeit in Schalksmühle aber nicht der Fall. Außerdem spiele die fachliche Qualifikation eine Rolle. Schönenberg sei ein Kandidat, der die Verwaltung wie kein anderer kenne.

„Den anderen fehlt die Erfahrung“, sagte Bernd Müller. Da die beiden Gegenkandidaten, Jörg Weber (CDU) und Michael Siol (SPD), noch keine Ratsmitglieder sind, wüssten sie laut Müller nicht, wie die „Politik tickt“.

Auch wenn Ortwin Schmidt die Chancen für die Gegenkandidaten als sehr gering einschätzt, lobte er im Pressegespräch, dass sich die beiden Lokalpolitiker zur Wahl stellen. „Eine Demokratie lebt davon, dass man die Wahl hat. Diese hatten wir auch, und wir haben uns jetzt für Jörg Schönenberg entschieden.“ Dass es zu einer Stichwahl kommt, schließt Klaus Nelius aus. „Ich finde es gut, dass die beiden kandidieren. Ich glaube aber, dass das bloße Zählkandidaten sind.“

Die Frage, ob aus dieser Überzeugung heraus kein eigener Kandidat ins Rennen geschickt worden sei, beantworteten die drei UWG-Vertreter mit Nein. Parteitaktische Gründe seien nicht im Spiel. Bernd Müller: „Ich hoffe, dass das auch so bei der CDU und SPD ist und nicht nur Kandidaten aufgestellt wurden, um eventuell mehr Stimmen zu holen. Beide Gegenkandidaten müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie auch die Wahl gewinnen könnten. Heute ist man als Bürgermeister nicht mehr nur Politiker, sondern auch Chef von vielen Mitarbeitern.“ Ob und wie deutlich die UWG die Wähler dazu auffordern wird, das Kreuzchen bei Schönenberg zu machen, stehe noch nicht fest. So oder so bleibe Schönenberg ein parteiloser Kandidat, der von den Unabhängigen lediglich unterstützt werde.

Von Matthias Clever

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