Diebe setzen elektrischen Weidezaun außer Betrieb

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Wo kürzlich noch ein Weidezaungerät installiert war, befinden sich jetzt nur noch ein paar Kabel. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Winfried Schindler ist sauer. Als Jagdaufseher für das Revier Heedfeld/Lauenscheid ist er unter anderem dafür verantwortlich, Wildschweine von Maisfeldern fernzuhalten. Dazu errichtet er Elektrozäune rund um die Felder. Jetzt haben Unbekannte das Weidezaungerät für das Feld am Gewerbegebiet Ramsloh gestohlen und den Zaun dadurch unwirksam gemacht.

Insgesamt 800 Meter Zaun umschließen das etwa drei Hektar große Maisfeld. Am Rand befindet sich ein Kasten, in dem eine Autobatterie und das sogenannte Weidezaungerät untergebracht sind. Das Gerät leitet den Strom der Batterie impulsweise an den Zaun weiter. „Die Stromschläge schrecken die Wildschweine ab“, erklärt Schindler.

Zwei Arbeitstage habe es gedauert, den Zaun zu errichten: „Erst werden die Pfähle gesetzt und dann wird der Draht gespannt. Das ist eine ziemliche Arbeit.“ Nun ist der Zaun erst einmal nutzlos. Am 25. Mai hatte Schindler noch die Batterie im Kasten erneuert.

Am 2. Juni dann der Schock: Bei einer Überprüfung des Zauns stellte Schindler fest – es fließt kein Strom. Ein Kollege habe daraufhin den Kasten kontrolliert und festgestellt, dass das Weidezaungerät entfernt worden war: „Die haben uns das einfach abgekniffen. Das haut mich echt um. Ich bin wirklich fassungslos.“ Gebrauchen könne so ein Gerät eigentlich keiner, kann Schindler den Diebstahl nicht verstehen.

Die Folgen der Tat können verheerend sein, weiß der Jagdaufseher. Wenn die Schweine aufs Feld gehen, können sie großen Schaden anrichten. So würden einerseits Pflanzen gefressen, andererseits würden sie auf den Boden gedrückt, wo sie dann verfaulen.

„So ein Schaden kann schnell mehrere tausend Euro kosten“, erklärt Schindler. Das Geld muss der Jagdpächter dann dem Landwirt ersetzen. Bereits während des Aufbaus des Zauns habe es einen Diebstahl gegeben. Unbekannte hatten fünf Zaunpfähle gestohlen.

Eine Anzeige bei der Polizei hat Schindler bereits erstattet. Er hofft, dass die Täter gefasst werden und das Gerät zurückgebracht wird. „Wir können jetzt nur abwarten.“

Für Angaben, die zur Ergreifung der Täter führen, hat Schindler eine Belohnung ausgesetzt: „Dann gibt es ein einfrierfertiges Reh.“ Wer etwas zu dem Vorfall oder zum Verbleib des Weidezaungerätes sagen kann, sollte sich bei Winfried Schindler unter der Telefonnummer 0 23 55 /77 65 melden. ▪ jape

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