Landesmittel für OGS-Betreuung - Schalksmühle erhält sechsstelligen Betrag

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Offener Ganztag: Die Gemeinde erhält Fördermittel vom Land für ihre Betreuungsangebote.

Schalksmühle - Wie die Bezirksregierung Arnsberg mitteilt, kann die Gemeinde Schalksmühle als Schulträger für das Schuljahr 2019/20 wieder mit Landesmitteln für die Betreuungsangebote im Rahmen des Offenen Ganztags rechnen.

Wie dem Bescheid, den die zuständige Stelle bekommen hat, zu entnehmen ist, soll mit dem Geld die Betreuung im Primar- und Sekundarbereich gefördert werden. Landesweit sollen insgesamt rund 88,7 Millionen Euro weitergegeben werden. Bei den Beträgen handle es sich um die übliche OGS-Förderung durch die Landesregierung, klärt Anja Wolf, verantwortlich für Bildung, Kultur und Sport bei der Gemeinde, auf. „Das ist nichts Außergewöhnliches.“ Die Summen habe man bereits im Vorfeld für die Betreuungsangebote eingerechnet. 

Schalksmühle erhält, so ist es dem Zahlenwerk aus Arnsberg zu entnehmen, für seine offenen Ganztagsschulen Grundschule Spormecke und Primusschule bei insgesamt 147 Betreuungsplätzen im Primarbereich 230 400 Euro. Darin enthalten sind 74 382 Euro für die 34 Plätze mit erweitertem Betreuungsbedarf. „Wenn man wie wir bei einer Einwohnerzahl von rund 10 000 und zwei Grundschulstandorten – die Stufe I der Primusschule zählt auch dazu – insgesamt 147 Plätze anbieten, während Halver bei 16 000 Einwohner und drei GS-Standorten nur 130 Plätze und Kierspe bei 17 000 Einwohnern sogar nur 120 Plätze bereitstellen, dann ist das meines Erachtens nach im Verhältnis gesehen herausragend“, sagt Anja Wolf. 

Entscheidung für Geld oder Stelle

Ebenfalls gefördert werden soll der Sekundarbereich an der Primusschule. Für die Angebote dort hat das Land über das Programm „Geld oder Stelle“, das in Schalksmühle bereits ins dritte Jahr geht, eine Förderung von insgesamt 39 000 Euro für den sogenannten gebundenen Ganztag vorgesehen. „Damit soll an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht eine pädagogische Übermittagsbetreuung gewährleistet. Ebenso wird ein ergänzendes außerunterrichtliches Ganztags- und Betreuungsangebot ermöglicht. Die Schulen können eigenständig entscheiden, ob sie Lehrerstellen oder Geldmittel beantragen“, teilt die Bezirksregierung dazu mit. 

Anja Wolf: „Jede dieser Schulen kann entscheiden, ob sie Lehrerstellen kapitalisieren möchte, um mit diesem Geld Nachmittags-/Pausen- und Betreuungsangebote zu finanzieren. Das bietet sich insbesondere an, wenn Lehrerstellen nicht besetzt werden können.“ Da die Gemeinde lediglich die beantragten Mittel und keine zusätzlichen vom Land bewilligt bekommen habe, bleibe kein Raum für Extras. „Es ist aber schon eine Besonderheit, dass wir uns in der Primusschule das Extra gönnen, in der OGS möglichst nur ausgebildete pädagogische Kräfte einzusetzen. Dies ist dem besonderen OGS-Konzept in der Primusschule geschuldet ist. Hervorzuheben wäre hier, dass die Gemeinde Schalksmühle dazu nicht die Elternbeiträge anhebt, sondern bislang den kommunalen (Pflicht-)Eigenanteil immer freiwillig soweit aufstockt, dass der OGS-Träger auskömmlich arbeiten kann.“ 

Optimierung des OGS-Bereichs

Anfang des Jahres war das Thema OGS in der Gemeinde bereits mehrfach heiß diskutiert worden. In einer Ausschusssitzung beispielsweise äußerten Eltern ihren Unmut über die Situation im OGS-Bereich an der Grundschule. Die Verantwortlichen zeigten damals Verständnis für die Sorgen, verwiesen aber auf das knappe Platzangebot in der Bildungseinrichtung an der Heedfelder Straße. „Wir konzentrieren unsere Energie derzeit darauf, in Schalksmühle so viele OGS-Plätze wie möglich zu schaffen“, sagt Anja Wolf. Im Zuge dieser Bemühungen wurde mehrfach der Bedarf der Familien an Betreuungsplätzen an der Grundschule abgefragt und unter bestimmten Kriterien – etwa Berufstätigkeit, alleinerziehend oder Flüchtlingskind, – über die Vergabe der Plätze entschieden. So hoffte man, dass noch Kapazitäten frei würden. Zudem bemühe man sich seit längerer Zeit um ein Raumkonzept für zahlreiche Umbaumaßnahmen in der Grundschule. Dort sind die Verantwortlichen weiter mit der Planung beschäftigt. 

Auch an der Primusschule hat man Veränderungen mit dem Ziel, die Betreuung vor Ort weiter zu qualifizieren, vorgenommen. Unter anderem erfolgte Ende 2018 ein Trägerwechsel. Nach dem SOS-Kinderdorf Sauerland wurde dort die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis neuer Partner.

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