Tierheim Dornbusch: Von Adventskalender bis Silvesterknaller

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Daniela Seidel hängt die Wünsche der Tiere an den Baum, der im Hof des Tierheims steht.

Schalksmühle - Der Dezember ist im Tierheim Dornbusch immer ein ganz besonderer Monat. Fleißige Mitarbeiter und viele Helfer sorgen jedes Jahr dafür, dass die tierischen Bewohner auch über das Weihnachtsfest hinaus gut versorgt sind.

Seit dem 1. Dezember meldet sich im Rahmen des Adventskalenders auf der Homepage des Tierheims eine Fellnase zu Wort und teilt seinen Wunsch für Weihnachten mit. Von Leine und Sicherheitsgeschirr über Flohkamm und Klumpstreu ist alles dabei, was die Tiere wirklich benötigen, heißt es vonseiten des Tierheims. 

Für Interessierte, die den traditionellen Weg bevorzugen, stehen Wunschbäume bereit. An diesen hängen liebevoll gestaltete Karten mit einem Foto des zu beschenkenden Tieres und seinem persönlichen Wunsch. Jeder darf sich eine Karte vom Baum nehmen und ein Tier beschenken. Einer dieser Wunschbäume steht im Tierheim Dornbusch, ganz zentral auf dem großen Hof. Der andere Wunschbaum ist im Fressnapf in Lüdenscheid zu finden. Die große Bescherung findet dann am Heiligabend statt und wird gefilmt, „sodass sich alle daran erfreuen können“, sagt das Tierheim-Team. 

Vermittlungssperre ab dem 15. Dezember 

Damit nicht die Gefahr besteht, Tiere unüberlegt als Geschenk in letzter Minute unter den Weihnachtsbaum zu legen, gilt im Tierheim Dornbusch, wie in jedem Jahr, ab dem 15. Dezember der Grundsatz, dass kein Tier mehr vermittelt wird. „Selbstverständlich können unsere Vierbeiner weiter besucht werden, aber es finden keine direkten Vermittlungen mehr statt“, sagt Daniela Seidel. „Tiere sind keine Geschenke“, ergänzt Anna-Lena Pieper. „Einem Tier ein Zuhause zu geben, ist eine langfristige Aufgabe, die gut überlegt sein muss. Wir vermitteln Tiere nur in Haushalte, in denen alle Mitglieder zu 100 Prozent hinter der Anschaffung des Tieres stehen.“ 

„Alle Jahre wieder werden ungewünschte Tiere nach den Feiertagen in den Tierheimen abgegeben oder sogar einfach ausgesetzt“, fassen die beiden Leitungskräfte des Tierheims zusammen und appellieren an die Vernunft aller, keine Tiere zu verschenken. 

Spenden statt Silvesterknaller 

Eltern von kleinen Kindern oder Besitzer von Hund und Katze kennen das Problem. Die große Angst vor dem lauten Knall. Hundebesitzer überlegen schon Tage vorher, wann sie am gefahrlosesten die Gassi-Runde erledigen, Katzenbesitzer füttern ihre Tiere manchmal tagelang unterm Bett. Die Knallerei macht vielen so große Angst, dass sie sogar panisch weglaufen. Mancher Tierbesitzer hat seinen Hund oder seine Katze nach den Feiertagen entweder gar nicht mehr zurückbekommen oder völlig verstört. 

„Wir würden uns freuen, wenn anstatt Silvesterknallern andere Dinge gekauft würden. Unsere Fellnasen freuen sich zum Beispiel immer über ein schönes Spielzeug,“ sagt Daniela Seidel. 

Weitere Tipps für die Feiertage 

Anna-Lena Pieper hat noch ein paar Tipps für Tierbesitzer, wie sie ihrem Lieben die Feiertage etwas angenehmer gestalten können. „Rollladen und Katzenklappe schließen, leise Musik anmachen und falls vorhanden, ein Thunder-Shirt nutzen. Außerdem ist es wichtig, ausreichend Verstecke anzubieten. Vorsicht sollte man bei der Gabe von Beruhigungsmittel walten lassen. Diese stellen das Tier körperlich ruhig, nehmen aber nicht die Angst. Das Tier ist dann bewegungsunfähig, aber erlebt die Angst trotzdem.“ Es gibt weitere zahlreiche Tipps, wie man die Feiertage mit Tier möglichst stressfrei genießen kann. Wichtig sei, sich rechtzeitig vorzubereiten. Dann solle einem entspannten Weihnachtsfest und Jahreswechsel nichts im Wege stehen, heißt es.

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