Trockenheit Gefahr für Feuer

Montag soll sich entscheiden, ob das Osterfeuer „Flammendes Inferno“ wie jedes Jahr an Ostersonntag im Wildgehege Mesekendahl stattfinden wird.

Schalksmühle -  In ein paar Tagen ist es so weit, dann brechen nicht nur die Feiertage an, sondern damit auch die Osterfeuer-Saison. In Schalksmühle könnte das trockene Wetter der vergangenen Wochen den Veranstaltern der Feuer aber einen Strich durch die Rechnung machen. Karl-Friedrich Trimpop, Veranstalter des Osterfeuers „Flammendes Inferno“ im Mesekendahl, musste deshalb seine Pläne bereits ändern.

Denn das Ordnungsamt der Gemeinde Schalksmühle genehmigte seine Veranstaltung, die am Ostersonntag, 20. April, ab 19 Uhr stattfinden soll, nur unter Vorbehalt. Sollte es bis Ostersonntag zu trocken sein, muss das Feuer aufgrund von Waldbrandgefahr abgesagt werden. Montag soll sich entscheiden, ob Trimpop die Genehmigung erhält oder nicht. Für den Veranstalter, der bereits seit Wochen mit den Planungen beschäftigt ist, Personal und Ware gebucht hat und in Vorleistung getreten ist, ist das eine Katastrophe.

Winfried Schindler, bei der Gemeinde Sachgebietsleiter für Öffentliche Ordnung, erklärt, warum die Verwaltung mit der endgültigen Genehmigung noch zögert: „In den vergangenen Wochen hat es in Schalksmühle viel weniger geregnet als sonst. Dadurch ist der Waldboden, vor allem in dem Buchenwald, der an das Mesekendahl angrenzt, sehr trocken. Daher wurde schon vor Wochen vom Forstamt eine akute kreisweite Waldbrandgefahr herausgegeben.“

Die Lage im Mesekendahl sei auch eine andere als auf einem freien Feld, wo schneller gesehen werden könnte, wo ein Funkenregen hinfliegt. Zudem seien solche Funken auch nicht vergleichbar mit denen eines Kaminfeuers. „Wenn da was umher fliegt, sind das oft glühende Aststücke. Das ist schwierig zu kontrollieren.“ Letztlich könne es sein, dass die Verwaltung alle Feuer in der Gemeinde absagen muss.

Um die Hitzeentwicklung und den Funkenflug zu reduzieren, plante Karl-Friedrich Trimpop nun in Absprache mit Michael Schanzenberger von der Löschgruppe Winkeln um. „Wir werden statt einem großen Feuer, nun zwei kleinere aufbauen. Die werden nach und nach abgebrannt, damit wird die Gefahr halbiert“, erklärt Trimpop. Dass sei sein Beitrag, um möglichst risikolos die Traditionsveranstaltung, die jährlich von mehreren Tausend Menschen besucht wird, doch noch stattfinden zu lassen.

Trimpop betont außerdem, dass er die Veranstaltung schließlich nicht zum ersten Mal plane. Die Löschgruppe Winkeln werde in die Vorbereitung immer stark miteinbezogen und sei am Veranstaltungsabend die ganze Zeit vor Ort. „Die Wehrleute bewässern eine Stunde vor dem Anzünden des Feuers in einem Umkreis von 200 Metern ringsum den Boden. Zudem wird eine Art Wassersäule erzeugt, die zwischen Wald und Feuer liegt“, erklärt Trimpop. Er habe selbst mit einem Förster gesprochen, der darauf hinwies, dass unterschieden werden müsse, was leicht Feuer fangen könne und was nicht. „Altbestand von Bäumen ist zum Beispiel nicht so leicht entflammbar, Dickicht schon eher. Und diese Flächen werden von der Feuerwehr bei uns aber im Vorfeld gewässert und beobachtet.“

Zu den Planänderungen von Trimpop sagt Schindler: „Das hilft natürlich und könnte die Gefahr entschärfen, da es dann nicht so einen hohen Funkenflug gibt. Aber ich muss mir das am Montag vor Ort anschauen und trotzdem noch Rücksprache mit dem Forstamt halten.“ Man müsste noch das Wochenende abwarten, ob sich die Lage verbessert.

Karl-Friedrich Trimpop will nicht kampflos aufgeben und hofft nun darauf, dass die Gemeinde einlenkt. Neben den Änderungen für das Feuer soll das Veranstaltungsprogramm bestehen bleiben: Los geht es ab 19 Uhr mit Musik im Rundzelt. Ab 20.30 Uhr wird das Feuer entzündet. Für das leibliche Wohl werden Bier, Softgetränke, Grillgut sowie Kuchen und Kaffee angeboten. Auch in diesem Jahr gibt es einen Bus-Service von und zu den Parkplätzen, der im Wechsel fährt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.wildgehege-mesekendahl.de.

Von Alisa Kannapin

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