Traditionskonzert zum Jahresanfang in Kreuzkirche in Schalksmühle

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„Musik Alter Meister“: In großer Besetzung trumpfte das Ensemble um Harald Hoeren in diesem Jahr auf.

Schalksmühle – In großer Besetzung machten der Tenor Georg Poplutz und ein sechsköpfiges Instrumentalensemble um Professor Harald Hoeren am Sonntag in der Kreuzkirche bekannte und unbekannte „Musik Alter Meister“ zum erlesenen Hörgenuss. 

Zum 53. Mal begrüßten die Schalksmühler mit dem Traditionskonzert das neue Jahr. Eine Neuauflage der Erfolgsveranstaltung machte Bürgermeister Jörg Schönenberg noch am Veranstaltungstag fest. Am 5. Januar 2020 (17 Uhr) steht das nächste Konzert der Reihe – erneut in großer Besetzung – an. Als „festen Bestandteil des Kulturprogramms der Gemeinde und Höhepunkt zu Beginn des Jahres“ würdigte er das begeistert gefeierte Konzert.

Zwischen „Concerti und Sonaten, Rezitativen und Arien aus Kantaten zur Weihnachtszeit“ als Motto des Nachmittags fanden Georg Poplitz, der seinem Ruf als herausragender Interpret speziell von Barockmusik festigte, und die sechs Instrumentalvirtuosen eine ausgewogene Balance. In der Besetzung Annette Wehnert und Stephan Sänger (Violine), Laura Johnson (Viola), Imola Gombos (Violoncello und Viola da gamba), Dane Roberts (Kontrabass) und Harald Hoeren (Orgelpositiv) brachten die Instrumentalisten den besonderen Charme barocker Musik farbig und nuancenreich zur Entfaltung.

Neuauflage: Bürgermeister Jörg Schönenberg machte noch am Veranstaltungstag das Konzert in 2020 fest.

Verschiedene Werke bedeutender Meister

Neben Werken bedeutender Meister wie Telemann und Händel hatten sie Raritäten wie Johann Georg Bendas Concerto für Violine und Orchester in G-Dur, 1740 entstanden, und Karl Kohauts Concerto für Kontrabass, zwei Violinen und Bass in D-Dur für das Neujahrskonzert der Gemeinde ausgegraben. Auf der Geige entfaltete Annette Wehnert, die seit 1998 als Konzertmeisterin bei der „Kölner Akademie“ tätig ist, dabei beim Benda-Konzert ein wahres Feuerwerk an Spiel- und Grifftechniken. Den Kontrabass als tiefstes Streichinstrument erhob der aus Iowa/USA stammende Dane Roberts, der seit 2014 eine Professur an der Kunstuniversität in Graz innehat, beim Konzert des Wiener Komponisten Karl Kohaut zum ausdrucksstarken, höchst virtuosen Soloinstrument.

Nicht zuletzt durch das Orgelpositiv, einer kleinen Orgel mit bemerkenswerten klanglichen Möglichkeiten, und die größere Besetzung erweiterte das Ensemble den Farbenreichtum seines bald besinnlichen, bald heiter-beschwingten Musizierens um ein Vielfaches. Beim Concerto für Orgel und Orchester in in F-Dur op. 4 Nr. 5 und Mozarts Kirchensonate C-Dur, KV 336 brachte Harald Hoeren, der seit 1984 eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main leitet, den Zauber festlicher Werke virtuos zur Geltung.

Pfarrer Torsten Beckmann: Er würdigte die Veranstaltung als ein „wunderbares, sehr vielfältiges Konzert“.

Menschwerdung Gottes im Text

Weihnachten und das Epiphaniasfest rückte Georg Poplutz, der exzellente Gesangstechnik mit Ausdruckskraft und berührender Empfindsamkeit verband, in Kantaten von Johann Heinrich Rolle, Johann Kuhnau, Johann Sebastian Bach und Christoph Graupner in den Mittelpunkt. Die hohe Kunst des Belcanto beherrschte er aus dem Effeff. Weich und samtig klang seine Stimme in allen Registern. Beredt legte er Textinhalte von der Menschwerdung Gottes an Weihnachten in den Rezitativen aus. Koloraturen, Triller, Schleifen und Verzierungen in reicher Fülle machten die Arien zum facettenreichen Erlebnis.

Im Mittelpunkt seiner Darbietungen: Auszüge aus der Kantate „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Kuhnau. Als ein „wunderbares, sehr vielfältiges Konzerterlebnis“ würdigte Pfarrer Torsten Beckmann, der den Besuchern zum Abschluss ein Bibelwort aus 1. Johannes 2,8 auslegte, das Programm.

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