Konzept zur Neugestaltung des Friedhofs in Wippekühl

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Der Friedhof in Wippekühl soll zukunftsfähig gemacht werden. Um das umzusetzen, hat die Gemeinde Schalksmühle ein entsprechendes Büro mit einem Konzept beauftragt.

Schalksmühle - Angebotsvielfalt, Nutzerfreundlichkeit und Pflegeleichtigkeit: Mit neuen Bestattungsformen, mehr Aufenthaltsqualität und einer parkartigen Gesamtgestaltung möchte die Gemeinde den Friedhof Wippekühl zukunftsfähig machen.

Wie das geschehen soll, war am Mittwoch im Ratssaal Thema einer Sondersitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt, bei der das mit der Planung beauftragte Büro Weiher (Freiburg) sein Konzept vorstellte. Als Kooperationspartner des Büros nahmen der Halveraner Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer und der Rechtsanwalt Torsten Schmitt vom Verein Aeternitas – Verbraucherinitiative Bestattungskultur – an der Sitzung teil.

Viele Gespräche mit Arbeitskreis

Seitens der Friedhofsexperten aus Freiburg stellten Geschäftsführer Tobias Weiher und Elke Chmella-Emrich (Leitung Architektur) die Pläne vor. Diverse Sitzungen und Gespräche eines vom Fachausschuss beauftragten Arbeitskreises, der Verwaltung und dem Büro Weiher gingen der Erarbeitung des Konzepts voraus. „Wir wollen einen Mehrwert bieten“, betonte Tobias Weiher.

Hohe Anforderungen an Barrierefreiheit

Auf die hohen Anforderungen an Barrierefreiheit, die sich durch die Topografie des Friedhofs mit Steigungen bis zu 18 Prozent ergeben, Bestattungszahlen und den Grabablaufplan ging er ein. Die Topografie sei ein dominantes Thema bei der Konzeption. Anders als gegenwärtig, wo Sarggräber überwiegen, würden künftig Urnengräber das Bild des Friedhofs prägen, lautete seine Prognose.

Tobias Weiher und Elke Chmella-Emrich vom Freiburger Büro Weiher stellten die Pläne zur langfristigen Umgestaltung des Friedhofs Wippekühl vor.

Ins Detail ging Elke Chmella-Emrich bei der Präsentation. „Wir konzentrieren Fläche auf der gesamten Anlage und schaffen an den Rändern Freifläche“, erläuterte sie. Wichtig sei es, unterschiedliche Bestattungsformen und neue Grabarten anzubieten: traditionell, pflegeleicht oder pflegefrei, für Sarg und Urne.

Um die Trauer am Grab und die Kommunikation zu unterstützen, gelte es, die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof zu steigern. Zur besseren Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit sei angedacht, die Grabtrassen so anzulegen, dass man verschiedene Grabformen realisieren könne. Teilflächen und ihre Umgestaltung auf lange Sicht stellte sie vor.

In der südlichen Teilfläche sieht der Übersichtsplan beispielsweise Urnenstelen und Gräberinseln, gärtnergepflegte Grabstätten, Kindergräber und ein Sternchengrab vor. Bilder von anderen Friedhöfen zeigten exemplarisch, wie der Friedhof in den kommenden Jahren peu à peu umgestaltet werden könnte.

Rechtsanwalt Torsten Schmitt ging bei der Sitzung auf Satzungsänderungen ein.

Noch keine fertigen Entwürfe

„Es sind noch keine fertig ausgearbeiteten Entwürfe, der Gestaltungsraum ist noch sehr hoch“, betonte das Büro. Ab 2019 ließe sich der Aufgang zur Aussendungshalle zu einer attraktiven Grünfläche umgestalten. Zudem sei es möglich, einen ersten barrierefreien Weg in diesem Bereich, ein Lapidarium, Urnenstelen, gärtnergepflegte Urnengräber, ein Hochbeet, Baumgräber, Urneninseln und einen Bereich für Kindergräber zu realisieren.

Bürgerinfo am Anfang des Jahres 2019

Unter anderem auf den Erhalt der alten Bäume, Gräber für andersgläubige Menschen, gegebenenfalls eine Hervorhebung der Zwangsarbeitergräber und dergleichen mehr zielten Fragen der Ausschussmitglieder. Einstimmig fasste der Ausschuss den Beschluss, die Masterplanung und die angedachten Maßnahmen weiter voranzutreiben. Änderungen der Satzung, die Torsten Schmitt erläuterte, und Aussagen zur Gebührenkalkulation nahm der Ausschuss zur Kenntnis. Zudem sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine Bürgerinfo Anfang 2019 und die Erstellung eines Flyers aus.

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