200 Tonnen Streusalz-Reserve

Vielleicht hat das Lisettken auch noch ein paar Kilo Streusalz in seiner Kiepe.

SCHALKSMÜHLE ▪ Das man im Winter mitunter kalt erwischt wird, liegt in der Natur der Sache. So krass wie im vergangenen Winter soll es dem Schalksmühler Bauhof aber nicht wieder ergehen: Mit einer stattlichen, externen Streusalzbevorratung von 200 Tonnen wollen Bauhofleiter Peer Heinzer und sein Team auf Frost und starke Schneefälle vorbereitet sein.

Eine entsprechende Initiative der Verwaltung fand jetzt im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt Zustimmung. Damit soll auf die Verknappung des Streusalzes reagiert werden, die im zurückliegenden Winter vielen Kommunen zu schaffen machte. „Verschärft wurde die Lage durch die großen Schneemassen, die fast ein noch größeres Problem darstellten. Die Straßen wurden immer enger und wir wussten zeitweise nicht, wo wir den Schnee lassen sollten“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Die 200 Tonnen Streumittel sollen zusätzlich zur Kapazität, die der Gemeinde immer zur Verfügung steht, vorgehalten werden. Ein Platz oder eine Halle, wo die Lagerung möglich wären, gibt es aber auf Gemeindegebiet nicht.

Deshalb soll das Material beim Baustoffhandel Hamann gelagert werden und auf Abbruf bereitstehen. Für die Anschaffung der 200 Tonnen und deren Lagerung sind in diesem Jahr 30 000 Euro und in den Folgejahren jeweils 20000 Euro vorgesehen.

Mit diesen 200 Tonnen, den 100 Tonnen im Streusalzsilo auf dem Bauhofgelände an der Hälverstraße und den 50 Tonnen im gemieteten Silo bei der Raiffeisen-Genossenschaft In der Dönne kommt die Volmegemeinde auf 350 Tonnen Streusalz-Vorrat. Damit erreicht Schalksmühle die Empfehlung, die der Ausschuss für Winterdienst bei der Länderfachgruppe Straßenbau für eine Gemeinde dieser Größe vorsieht. Als eiserne Notfallreserve können noch 20 bis 30 Tonnen Streusalz in Säcken beim Bauhof gelagert werden.

Die Entwicklungen des vergangenen Winters sind, wie könnte es anders sein, nicht ohne Auswirkungen auf die Preisgestaltung beim Streusalz geblieben. Heinzer erläuterte dem Ausschuss, der unter Vorsitz von Udo Kloss (SPD) tagte, dass der Preis für eine Tonne Streusalz von 42 Euro auf inzwischen 79 Euro gestiegen sei. Das ist der günstigste Preis, der gegenwärtig und wohl auch auf längere Sicht zu bekommen ist, denn die Gemeinde hat sich an einer Ausschreibung des Landesbetriebes Straßen.NRW beteiligt, um in den Genuss von Großeinkäufer-Rabatten zu kommen. Die Gemeinde hat nach Heinzers Darstellung einen Liefervertrag über zwei Jahre abgeschlossen.

Nach Erläuterung der Verwaltungsvorschläge und der vorgesehenen Maßnahmen zur künftigen Verbrauchsbestimmung wies Bürgermeister Schönenberg die vom UWG-Ratsherr und Bürgerbusvereinsvorsitzenden Harry Haböck in einem offenen Brief erhobenen Vorwürfe wegen nicht ausreichender Streusalzbevorratung zurück (wir berichten). ▪ bomi

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