Töne und Aromen aus Westafrika

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„Lokole“ aus Iserlohn spielte typische Musik für die Feier zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Malis. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Mit begeistertem Applaus wurden die afrikanischen Musiker der Combo „Lokole“ empfangen. Das köstliche Aroma von afrikanischen und arabischen Gewürzen durchzog den Saal.

In der Gaststätte „Zum Schinderhannes“ fanden sich Freunde und Mitglieder des Vereins Partnerschaft Sahelzone am Freitag ein, um die seit 50 Jahren bestehende Unabhängigkeit der Republik Mali in Westafrika zu feiern. „Ich fühle mich wie in Mali. Ein Fest beginnt dort, wenn alle da sind“, gab Françoise Eckern, Vorsitzende der Partnerschaft, zur Begrüßung ihrer Freude Ausdruck. Nach den typischen rhythmischen Klänge der Combo, die gleich für Stimmung gesorgt hatte, brachte sie den Gästen das Land, das sie so oft besucht hat, mit Daten, Fakten und Zahlen näher. Bildcollagen und Zeitungsberichte an den Wänden veranschaulichten die Bemühungen der deutschen Helfer.

„Frauen sind die wahren Perlen Afrikas. Sie sind präsent und stark. 80 Prozent aller Dinge, die sie konsumieren, werden von den Frauen selbst unbezahlt produziert. Gleichzeitig erziehen sie die Kinder, kümmern sich um Feuerholz und Wasser und betreiben oftmals nebenbei noch ein Kleingewerbe. Ihre vielfältigen Tätigkeiten verrichten sie mit großer Würde, während die Männer die meiste Zeit über die große Politik diskutieren“, zitierte Eckern aus dem Buch von Volker Seitz.

„Die Männer werden durchschnittlich 50,8 Jahre alt, die Frauen 53,4 Jahre. 14,5 Millionen Menschen verschiedener ethnischer Volksgruppen leben friedlich miteinander. Die meisten Devisen bringen das Schürfen von Gold, der Verkauf von Vieh sowie Erdnüssen und Mangos ins Land. Der Tourismus wächst in einzelnen Regionen. Die Menschen sind immer noch abhängig von der Hilfe Anderer. Wir freuen uns bei jedem Besuch, die Fortschritte deutlich festzustellen“, so der Bericht Eckerns.

Während sich die Gäste das appetitliche, mit Original-Zutaten wie Safran, Couscous und Rosinensoße von Familie Motyl zubereitete Buffet schmecken ließen, abgerundet von Weinen aus Afrika, trommelten und sangen die drei Musiker landestypische Weisen.

Mit Geschichten und Gedichten über den schwarzen Kontinent unterhielt Bärbel Meyrich die Gäste. Der neue Kalender 2011, mit seinen eindrucksvollen Fotos ansprechend zusammengestellt, ist nur in begrenzter Stückzahl, aber ab sofort zu haben. ▪ jori

http://www.partnerschaft-sahelzone.de

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