Nach fünf Jahren: Scheiblich verlässt das Jugendzentrum

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Zum Abschluss eine Runde Billard: Am Montag verabschiedete sich Tobias Scheiblich von den Kindern, Jugendlichen und Kollegen im Jugendzentrum Wansbeckplatz.

Schalksmühle - Um kurz nach 18 Uhr schloss Tobias Scheiblich am Montag zum letzten Mal die Tür des Jugendzentrums (JUZ) Wansbeckplatz ab. Nach fünf Jahren in der Einrichtung wechselt der Sozialpädagoge zum 1. März auf eigenen Wunsch den Arbeitsplatz – statt am Kicker oder Billardtisch zu stehen, sitzt Scheiblich nun am Schreibtisch.

Um kurz nach 18 Uhr schloss Tobias Scheiblich gestern zum letzten Mal die Tür des Jugendzentrums (JUZ) Wansbeckplatz ab. Nach fünf Jahren in der Schalksmühler Einrichtung wechselt der Sozialpädagoge zum 1. März auf eigenen Wunsch den Arbeitsplatz – statt am Kicker oder Billardtisch zu stehen, sitzt Scheiblich nun am Schreibtisch. Der 34-Jährige wechselt als Regierungsinspektor zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in die Außenstelle nach Dortmund. Heute wird der Nachrodter bereits als Beamter vereidigt, am Mittwoch wird er erstmals an seinem neuen Arbeitsplatz sitzen und im Zuge des Dublin-Verfahrens den Anspruch auf Asyl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge überprüfen.

„Die Entscheidung, in einen Bürojob zu wechseln, ist mir nicht leicht gefallen und ich gehe mit mindestens einem weinenden Auge“, sagte Scheiblich, den gestern bei Waffeln, Burgern und Süßigkeiten noch einmal viele Kollegen und Jugendliche im JUZ besuchten, zum Abschied. Ihm sei schon immer klar gewesen, nicht bis zur Rente in einer Jugendeinrichtung arbeiten zu wollen. „Der Wechsel kommt jetzt leider fünf oder sechs Jahre zu früh, aber diese Möglichkeit musste ich einfach nutzen“, so der zweifache Familienvater.

Die Familie ist auch der Hauptgrund, warum Scheiblich den Job im Jugendzentrum gegen den beim Bundesamt eintauscht. „Unter der Woche habe ich meine Kinder überhaupt nicht gesehen. Künftig endet mein Arbeitstag statt um 20.30 Uhr gegen 16 Uhr und ich kann mit der Familie etwas unternehmen“, so der 34-Jährige.

„Ich habe hier so viel erlebt“

Die Einrichtung, die Kollegen und vor allem die Kinder und Jugendlichen werde er allerdings sehr vermissen: „Schließlich habe ich hier so viel erlebt, die Kids groß werden sehen und sie mit ihren Sorgen, Ängsten, Nöten und Freuden begleitet“.

Aktuell läuft die Suche nach einem Nachfolger. „Wir wollen die Stelle möglichst schnell wieder besetzen“, sagte Nektarios Stefanidis, Sachgebietsleiter Jugendzentrum der Gemeinde. Dass dies gelingt, da ist sich Scheiblich sicher: „Hier passt alles. Das Jugendzentrum ist super, die Verwaltung steht komplett hinter der Einrichtung. Am Wansbeckplatz zu arbeiten, ist für jeden Sozialpädagogen eine reizvolle Aufgabe“, sagte Scheiblich.

Ein ganz schweres Erbe hinterlässt der 34-Jährige seinem Nachfolger allerdings: „Bei unserem ,Schlag-den-Chef-Spiel' bin ich über all die Jahre nicht einmal bezwungen worden!“

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