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Tiny-Houses, Trekkingplätze & KI: Viele Ideen für Projekte in der Region

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Von: Carolina Ludwig

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Glörpark Dahlerbrück
Der Glörpark in Dahlerbrück ist ein Projekt, das in der vergangenen Periode durch Leader mitfinanziert wurde.  © Ortwin Schmidt

Tiny-Houses, Trekkingplätze und künstliche Intelligenz bei der Ausflugsplanung – bei dem Leader-Workshop im Ratssaal wurden viele spannende Ideen für die Neubewerbung der Region Oben an der Volme für die kommende Leader-Förderperiode zusammengetragen und diskutiert.

Schalksmühle – Der Workshop der Fachgruppe „Freizeit und Naherholung“ war einer von vier Workshops, in denen in unterschiedlichen Themengebieten Stärken, Herausforderungen und mögliche Projekte herausgearbeitet werden sollen. Eingeladen sind neben fachlichen Experten auch immer Bürger, die sich an dem Bewerbungsprozess beteiligen möchten.

Die Einbeziehung der Bevölkerung bei der Gestaltung einer Regionalen Entwicklungsstrategie ist Teil des „Bottom-up-Ansatzes“ von Leader, wie auch Regionalmanagerin Susanne Neumann betonte. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Karolina Düthorn vom Entwicklungs- und Beratungsbüro neuland+ und Nektarios Stefanidis von der Gemeinde Schalksmühle begrüßte sie die Teilnehmer im Ratssaal und informierte über die Bewerbung für die kommende Leader-Förderperiode.

2,94 Millionen Euro für die Region

Ralf Thebrath, Freizeit- und Naherholungsbeauftragter der Region Oben an der Volme, fasste im Schnelldurchlauf die Errungenschaften der vergangenen Förderperiode zusammen, in der die Region mit insgesamt 2,94 Millionen Euro gefördert worden sei. Er lobte besonders die Entwicklung an den Talsperren und die wachsende Bekanntheit der Marke Oben an der Volme. „Wir haben auch angefangen, uns zu digitalisieren“, berichtete er, fügte aber gleich hinzu, dass diese Entwicklung viel zu spät komme. Die Region habe noch ein „enormes Manko an Digitalisierung“, die von der Bevölkerung mittlerweile erwartet würde.

Auch die stark gefragten Fahrrad- und Mountainbikestrecken seien noch gar nicht thematisiert worden. Insgesamt könne und müsse der in den vergangenen Jahren wachsende Trend der Städteflucht von der Region genutzt werden, schloss Thebrath, bevor in zwei Gruppen überlegt wurde, wie genau das gelingen kann.

Neben der Analyse von Stärken und Herausforderungen wurden auch Entwicklungsziele formuliert und konkrete Ideen gesammelt, die als Leuchtturmprojekte fungieren könnten. Erfahrungen aus anderen Regionen zu bestehenden Projekten, beispielsweise dem Trekkingpark Sauerland, waren dabei willkommen.

Natur und Talsperren sind die Stärken

Als Stärken der Region wurden die Natur und die Talsperren hervorgehoben, besonders die Ruhe und Entschleunigung stand für viele Workshop-Teilnehmer im Fokus. Genau damit könne man Touristen aus den Ballungsgebieten locken, es benötige zwar mehr Übernachtungsmöglichkeiten, aber keine großen Attraktionen und Hotels. Die bereits vorhandenen Angebote könnten durch Apps und Vernetzung besser zugänglich gemacht werden.

Als eine große Herausforderung erkannten die Teilnehmer die Instandsetzung und Neuaufstellung der Waldwege, nachdem die Arbeiten dort fast überall ihre Spuren hinterlassen haben und noch hinterlassen werden. „Waldautobahnen“ sollen zukünftig wieder möglichst natürlich gestaltet werden. Wie in diese Neuaufstellung die beliebten Mountainbike- und Fahrradstrecken integriert werden können, sei ein sensibles Thema und solle mit Rücksicht auf den Naturschutz und in Abstimmung mit Förstern und Jägern erfolgen.

Der Fokus auf Nachhaltigkeit ist nicht nur im Interesse der Bevölkerung und zukünftiger Generationen, sondern dürfte auch bei der Leader-Förderung belohnt werden. „Es ist wahrscheinlich, dass die EU-Kommission das Thema bei der Entscheidung in allen Themenbereichen besonders berücksichtigt“, sagte Susanne Neumann.

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