Tierheim ist auf Spenden angewiesen

+
Hundezwinger des Tierheims benötigen neue Fußböden, teilt der Tierschutzverein mit.

Schalksmühle - Ausgebüxte, abgegebene und ausgesetzte Tiere gehören für das Tierheim Dornbusch auch in der kalten Jahreszeit zur Tagesordnung. Um diese Tiere aufzunehmen und zu versorgen, ist der Tierschutzverein Lüdenscheid und Umgebung auf Spenden angewiesen. Vorsitzender Thomas Höllmann nutzt die Adventszeit daher, um auf die Nöte des Vereins aufmerksam zu machen.

„Wenn ein Tier im Tierheim Dornbusch ankommt, findet es ein warmes Plätzchen, genügend Futter, ärztliche Versorgung und Menschen, die sich um das oft trauernde Tier kümmern“, schreibt der Tierschutzverein. „Doch wer hilft und kümmert sich um uns? Der Staat, der Märkische Kreis oder die Stadt auf jeden Fall nicht. Oder zumindest nicht ausreichend, denn nur etwa 20 Prozent unserer jährlichen Ausgaben für Betrieb und Erhalt des Tierheimes werden von diesen öffentlichen Institutionen übernommen.“ Die restlichen 80 Prozent der Kosten versucht das Tierheim Dornbusch jährlich mit Spenden zu decken.

Dabei sei es in Deutschland eine Pflichtaufgabe der Kommunen, Fundtiere unterzubringen, sagt Thomas Höllmann. „Wir übernehmen diese Aufgabe für die Stadt Lüdenscheid und die Gemeinden Schalksmühle und Herscheid gern und mit Liebe und Leidenschaft, aber wenn die zur Verfügung stehenden Gelder noch nicht mal im Ansatz unsere Erhaltungskosten decken, treibt es unser Tierheim in den finanziellen Abgrund“, befürchtet Höllmann.

In diesem Jahr war bekanntlich Ralf Seeger mit seiner TV Sendung „Harte Hunde, Ralf Seeger greift ein“ im Tierheim Dornbusch und begann eine Renovierung und Sanierung der Gebäude und Außenanlagen. „Die Missstände waren für die Öffentlichkeit so sichtbar, dass wir von der Produktionsfirma der Sendung angesprochen wurden, uns zu bewerben.“, erzählt Höllmann. Die Sendung mit dem Tierheim Dornbusch ist am Samstag, 3. Dezember, ab 19.10 Uhr auf Vox zu sehen.

Mit dem Schwung und der Motivation der Sendung hätte das Team des Tierheims gerne weiter saniert und renoviert, doch dazu fehlen die finanziellen Mittel. „Es sind noch nicht mal die Kosten für den täglichen Betrieb gesichert“, beklagt der Tierschutzverein. Besonders nach den Dreharbeiten stelle sich eine schwierige Zeit ein, da die öffentliche Aufmerksamkeit schwinde, die Helfer weg seien und das Geld wieder ausschließlich zur Deckung von Tierarzt-, Personal- und Stromkosten sowie für die Heizung, Abfallentsorgung, und das Tierfutter verwendet werden müsse. „Mit den übrig gebliebenen Mammutaufgaben sind wir wieder allein“, sagt Höllmann. So müssen die Böden der Hundezwinger erneuert werden, da sie Risse haben, aus denen Wasser austritt und im Winter gefriert, was die Zwinger unbenutzbar macht. Außerdem wird eine neue Heizung für die Tierunterkünfte benötigt und die Dächer der Katzenausläufe sowie das Dach des Haupthauses müssen repariert und erneuert werden.

„Bitte helfen Sie uns, dass jedes Tier bei uns seinen Platz findet, dass es einen vollen Bauch bekommt, Pflege und Streicheleinheiten erfährt und einen Tierarzt sieht. Kämpfen Sie mit uns, vor allem dort wo die öffentliche Hand versagt“, ruft der Tierschutzverein zu Spenden jeglicher Art auf.

Spendenkonto: Tierschutzverein Lüdenscheid u. Umgebung e.V., Sparkasse Lüdenscheid, IBAN: DE26 4585 0005 0000 0784 85

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.