Das Tierheim Dornbusch sucht Helfer

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Beim Tag der offenen Tür des Tierheims Dornbusch zeigte Thomas Höllmann (rechts), Vorsitzender des Tierschutzvereins Lüdenscheid und Umgebung, Mitarbeitern aus den Tierheimen Iserlohn und Schwerte die Einrichtung in Hülscheid.

Schalksmühle -  Das schöne Wetter und die heitere Stimmung unter den Gästen konnten beim Tag der offenen Tür des Tierheims Dornbusch am Sonntag nicht darüber hinweg täuschen, dass die Einrichtung große Probleme hat.

„Die Hundezwinger und Katzenhäuser weisen große bauliche Mängel auf, die unbedingt noch vor Einbruch des Winters behoben werden müssen. Und dazu brauchen wir dringend Hilfe aus der Bürgerschaft und den Kommunen“, machte Thomas Höllmann klar.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Lüdenscheid und Umgebung und seine ehrenamtlichen Mitstreiter sowie das Mitarbeiterteam des Tierheims nutzten den Tag der offenen Tür nicht nur dazu, den zahlreich erschienenen Besuchern die vielen Hunde, Katzen und Kleintiere zu zeigen. Sondern sie machten auch darauf aufmerksam, wo die Not am größten ist. „Wenn es regnet, läuft in den Hundezwingern das Wasser die Wände runter und im Katzenhaus sackt der Boden ab“, zählte Thomas Höllmann nur ein paar der zahlreichen Baustellen auf. Auch Bürgermeister Jörg Schönenberg machte sich vor Ort ein Bild. Er sicherte zu, gemeinsam mit seinem Lüdenscheider Amtskollegen Dieter Dzewas zu klären, wie der Einrichtung geholfen werden kann.

Ehrenamtliche, die sich handwerklich für das Tierheim engagieren möchten, können unter Tel. 0 23 55 / 63 16 oder per E-Mail an info@tierheim-luedenscheid.de Kontakt aufnehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.tierheim-dornbusch.de.

Doch nicht nur die Kommunen sind gefragt, sondern auch die Bürger. „Die Lobby für den Tierschutz ist sehr überschaubar. Wir versuchen es über alle Wege, aber es ist schwierig, die Leute zu mobilisieren“, sagte Höllmann. Auf den letzten Aufruf, bei dem Bürger gesucht wurden, die handwerkliche Tätigkeiten ausüben können, habe sich nur ein einziger Mann gemeldet. „Große Teile der Einrichtung sind in einem katastrophalen Zustand und wir schaffen die Sanierungen nicht allein. Die Spenden reichen gerade so aus, dass wir über die Runden kommen. Wir müssen uns als Tierschutzverein in Kürze die Frage stellen, ob wir noch verantworten können, das Heim unter diesen Umständen weiterzuführen“, sagte Höllmann.

Um so mehr freute sich der Vorsitzende schließlich über eine Spende in Höhe von 1500 Euro, die ihm Markus Ignatzek, didaktischer Leiter der Lüdenscheider Adolf-Reichwein-Gesamtschule, gemeinsam mit Schülern überreichte. Das Geld stammt aus Einnahmen des Sozialen Tages, den die Schule im Juni durchführte. Gerade die Schüler der Jahrgänge fünf bis sieben hätten einen Großteil des Geldes erwirtschaftet und seien gut für soziale Projekte zu begeistern, erklärte Markus Ignatzek.

Anlässlich des Tages der offenen Tür hatte der Tierschutzverein ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste organisiert. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter verkauften an verschiedenen Ständen für den guten Zweck Gebrauchtwaren, Lebensmittel oder auch Weine, versorgten die mehreren Hundert Besucher am großen Kuchen- und Salatbuffet und boten Heißes vom Grill oder bayerische Brezeln an. Die jüngeren Gäste kamen an der Schminkstation oder beim Ponyreiten auf ihre Kosten.  - aka/cg

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