Rathaus: Tiefgarage bis Freitag geschlossen

Zur Trocknung der Abdichtung arbeiteten die Bauarbeiter auch mit Gasbrennern. - Kannapin

Schalksmühle - Das verregnete Wetter in letzter Zeit sorgte für eine Verzögerung der Abdichtungsarbeiten im Zuge der Umgestaltung des Rathausplatzes. „Durch den Regen haben wir nun etwa eine Woche verloren. Grundsätzlich hatten wir eine Bauzeit von vier Monaten eingeplant - zuzüglich der Verzögerungen aufgrund des schlechten Wetters, wozu eben auch Regen gehört und nicht nur Schnee“, erklärt Ralf Bechtel vom Fachbereich Planen und Bauen.

Die Abdichtungsarbeiten sind nun auf der Fläche aber fast abgeschlossen, jetzt verlegen die Mitarbeiter des Bauunternehmens Aenstoots die Kabel für die neue Beleuchtung und die Stromverteiler.

Dazu hoben die Bauarbeiter auf Seiten der Bushaltestelle einen Graben aus, durch den die dicken Kabel aus der Tiefgarage heraus auf den Platz gelegt werden. In diesem Zuge entfernte das Bauunternehmen auch die Bordsteinkante der Bushaltestelle. „Hier wird später über die ganze Länge der Haltestelle ein neuer, erhöhter Bordstein verbaut, der ein leichteres Einsteigen in den Bus ermöglicht“, kündigt Bechtel an.

Kernbohrungen durch Decke der Tiefgarage

Zur besseren Entwässerung des Rathausplatzes bohren die Bauarbeiter außerdem in diesen Tagen Einläufe in die Decke der Tiefgarage. „Die Kernbohrungen werden in den Bereichen gemacht, wo sich auf dem Platz aktuell große Pfützen bilden. An anderen Stellen, wo weniger Wasser steht, wird ein Vlies verlegt, das das Wasser aufnimmt. Denn die Feuchtigkeit ist auf Dauer für den Flächenbelag schädlich, vor allem wenn es friert“, sagt Bechtel. Über Unterflureinläufe wird das aufgenommene Regenwasser der Volme zugeführt.

Im Zuge dieser Bauarbeiten wird die Tiefgarage von heute, 7 Uhr, bis einschließlich Freitag (bis circa 13.30 Uhr) geschlossen. Die Gemeinde bittet die Autofahrer, in dieser Zeit auf den Stellplätzen auf der Bahnhofstraße und auf dem Schnurrenplatz zu parken.

Was die spätere Eindeckung des Rathausplatzes angeht, hat sich die Verwaltung für eine alternative Bauweise entschieden. Das bedeutet, dass nicht - wie ursprünglich geplant - mit Drainbeton gearbeitet wird, sondern mit Lava-Granulat, also einem ungebundenen Material. Das hat den Vorteil, dass flexibel auf eventuelle Reparaturen oder Kabelverlegungen reagiert werden kann. „Den Beton müsste man erst aufstemmen, das lose Granulat kann hingegen einfach weggeschaufelt und später wieder neu aufgebracht werden“, sagt Bechtel. Die Verwaltung beauftragte einen Gutachter, der prüfte, ob sich die Gegebenheiten auf dem Platz für eine lose Bauweise eignen.

In der Tiefgarage wurde des Weiteren bereits die Brunnentechnik, mit der später die Wasserrinne auf dem Platz gespeist wird, montiert.

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