St. Thomas Morus: Informationen über Pfarreientwicklungsprozess

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Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Vormann und Gemeindereferentin Sandra Schnell informierten am Sonntag nach der Messe über die Vorüberlegungen zum Pfarreientwicklungsprozess.

Schalksmühle - Der Pfarrentwicklungsprozess der Pfarrei Christus König stand am Sonntag im Mittelpunkt im Gemeindesaal der Katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus.

Während der Gemeindeversammlung konnten sich die Besucher über die Vorüberlegungen zu den Entscheidungen informieren lassen, die Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand im November zur Zukunft der Pfarrei treffen müssen – mit einem besonderen Blick auf die Auswirkungen für die Schalksmühler Gemeinde. 

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Vormann stellte mit Unterstützung von Gemeindereferentin Sandra Schnell die Vorschläge aus den Arbeitsgruppen vor. Die hatten sich nicht nur mit der Vorgabe des Bistums Essens beschäftigt, bis zum Jahr 2020 30 Prozent und bis 2030 45 Prozent des Haushaltes einzusparen. Vor allem ging es in den Arbeitskreisen darum, Ziele aus den Ergebnissen der großen Umfrage der Pfarrei zu entwickeln. 

Fünf große Themengebiete stehen dabei im Fokus: 

  • Beständig (bleiben): Verschiedene Gruppen, die Gottesdienste und die Feier der Sakramente sollen fortbestehen. 
  • Christlich (ökumenisch) handeln: In allen Gemeinden soll die ökumenische Zusammenarbeit intensiviert werden – und darauf hingearbeitet werden, dass künftig sowohl pastorale Anliegen gemeinsam verfolgt werden, als auch Gebäude eventuell gemeinsam genutzt werden können. So gebe es etwa in Hagen-Dahl bereits Überlegungen zur gemeinsamen Nutzung einer Kirche, informierte Schnell – und kündigte an, dass in Schalksmühle ein ökumenischer Erntedank-Gottesdienst für den 1. Oktober geplant ist. „Es ist aber wichtig, dass nicht nur Hauptamtliche sich um ökumenische Projekte bemühen, sondern alle Gemeindemitglieder“, so Schnell. 
  • Glaubwürdig (auftreten): Die regelmäßige Orientierung am Leben Jesu soll hier im Mittelpunkt stehen. 
  • Lokal (leben): Neben der Überlegung, wie Gebäude künftig (vielleicht auch gemeinsam) genutzt werden können, geht es in diesem Bereich um Ansprechpartner in den Gemeinden. Dabei sei man in der Wahl dieser Ansprechpartner nicht festgelegt: „Wir meinen Priester, Gemeindereferentinnen, Ehrenamtliche oder gemeinsam verantwortliche Gruppen.“ Dies sei besonders in Schalksmühle wichtig. So sollen mehr Menschen motiviert werden, sich ehrenamtlich in der Gemeinde zu engagieren – und für diese Aufgaben entsprechend ausgebildet werden.
  • Modern (werden): Es soll unterschiedliche Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben. Dabei sollen vor allem die Kinder-Angebote in allen Gemeinden ähnlich sein – etwa nach dem Vorbild des Halveraner „Kleinen Königs“. Auch die Vernetzung, etwa durch ein Intranet mit Raumplaner, und die Kommunikation nach außen durch die Homepage oder den Auftritt in sozialen Medien soll verbessert werden. 

Zwei Modelle vorgestellt 

Doch Barbara Vormann stellte am Sonntag auch die wirtschaftlichen und finanziellen Überlegungen für Schalksmühle vor. Dabei seien vor allem zwei Modelle gegenüber zu stellen: Eins, in dem der Fokus auf der Erhaltung der Gebäude liegt und weniger „Puffer“ für Personalkosten vorhanden ist und das andere, das das Personal in den Mittelpunkt stellt. In diesem Modell würde die Kirche Thomas Morus nach den Einstufungen des Bistums als Standort gelten „deren Notwendigkeit für das Gemeindeleben mittelfristig zu überprüfen ist“. 

Stephan Rüth vom Kirchenvorstand beruhigte die Gemeindemitglieder am Sonntag: „Das heißt nicht, dass die Kirche geschlossen würde. Sondern vor allem, dass wir nicht so große Rücklagen für die bauliche Erhaltung bilden müssten.“ Dennoch sahen einige der Besucher diese mögliche Einstufung kritisch: „Damit würde ein falsches Signal gesetzt.“ 

Vormann informierte zudem, dass der Vorschlag gemacht worden sei, über die Vermietung der oberen Räume des Gemeindehauses nachzudenken. Dass allerdings der Verkauf des Gemeindehauses derzeit nicht zur Disposition steht, wurde am Sonntag auch betont. Ohnehin sei die Schalksmühler Gemeinde diejenige, die nach aktuellem Stand am wenigsten Einschnitte zu befürchten habe, sagte Schnell. Für Halver etwa sehe dies mit Blick auf die katholische Filialkirche St. Georg in Oberbrügge schon anders aus. 

Die Gemeindemitglieder sind nun angehalten, schriftlich, telefonisch oder per E-Mail Rückmeldung zu den Vorschlägen zu geben.

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