St. Thomas Morus: Gemeinderat wird aufgelöst

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Pfarrer Claus Optenhöfel.

Schalksmühle - In der Katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus wird es ab Mitte November keinen eigenständigen Gemeinderat mehr geben. Dann läuft die Amtszeit des bisherigen Gremiums aus, das geschlossen nicht mehr zur Wahl antritt.

Weil Ersatz in ausreichender Anzahl nicht gefunden werden konnte, sollen künftig nur zwei Personen in den Gesamtrat der Großpfarrei Christus König entsandt werden, die von dort aus die Schalksmühler Interessen vertreten werden. „Dafür haben wir eine Sondergenehmigung beim Bistum Essen beantragt und gehen davon aus, dass diese bewilligt wird“, sagte Pfarrer Claus Optenhöfel im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dennoch rechnet Optenhöfel wohl mit negativen Konsequenzen für das Gemeindeleben in St. Thomas Morus. „Es wird ohne Gemeinderat schwieriger, sich in der Gemeinde vernünftig aufzustellen. Künftig müssen wir bei jedem Thema isoliert schauen, wer noch bereit ist, sich zu engagieren“, sagte der Pfarrer. Ob auch die Anzahl der Aktivitäten und Aktionen zurückgehe, müsse abgewartet werden. 

„Gemeinde wird nicht untergehen“ 

Zu schwarz malen, was die Zukunft der Gemeinde betrifft, wollte Optenhöfel aber keineswegs: „In Schalksmühle muss jetzt niemand befürchten, dass die Gemeinde untergeht.“ Das künftige Schalksmühler Modell ohne eigenen Gemeinderat Teil einer Großpfarrei zu sein, werde bereits in einigen Pfarreien des Bistums Essen erfolgreich praktiziert. „Das Bistum gibt seit einiger Zeit sogar die Empfehlung, gar keine eigenen Gemeinderäte mehr wählen zu lassen, sondern nur noch den Gesamtpfarreirat zu haben, aus diesem bei Bedarf Ausschüsse für die Gemeinden gebildet werden können“, erklärte Optenhöfel. 

Auf dieses Modell habe man in Christus König bislang allerdings bewusst verzichtet, weil „sich in allen Gemeinden immer genug ehrenamtlich Engagierte gefunden haben“. Mit Ausnahme von Schalksmühle sei das in den übrigen Gemeinden der Pfarrei (Halver, Hagen-Dahl, Breckerfeld) auch nach wie vor der Fall. „Dort haben wir jeweils ausreichend Kandidaten, so dass es weiterhin einen Gemeinderat geben wird“, sagte Optenhöfel. Gewählt werden sollen die Gremien am 11./12. November. 

Eine Wahl wird es an diesem Wochenende auch in Schalksmühle geben, in welcher Form ist allerdings offen. „Pro forma müssen wir die beiden Kandidaten aus Schalksmühle für einen Platz im Gesamtpfarreirat über eine Wahl legitimieren lassen“, sagte Optenhöfel, für den das Aus des Gemeinderats in der Volmekommune übrigens keineswegs eine finale Entscheidung ist. „Wenn in vier Jahren erneut gewählt wird und sich ausreichend Bewerber finden, wird es auch in Schalksmühle wieder ein Gremium geben“, sagte Optenhöfel.

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