Volme- wird zum Mehrgenerationenpark

Nach einem Workshop hat der Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer einen neuen Plan für den Volmepark erstellt.

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Umbau des Volmeparks in einen Mehrgenerationenpark beschäftigt am Dienstagnachmittag den Bau- und Planungsausschuss. Der Halveraner Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer wird seine Planungen vorstellen.

Als Bestandteil des Handlungskonzeptes „Vitales Zentrum Schalksmühle“ soll die Teilmaßnahme „Umbau Volmepark in Mehrgenerationenpark“ dazu beitragen, das Schattendasein des Volmeparks zu beenden.

Nach der Entscheidung des Rates in der Dezembersitzung, bei der Umgestaltung des Volmeparks auf den Volmeteich zu verzichten, führte die Gemeinde im Januar einen Workshop im Jugendzentrum Wansbeckplatz durch. Die daraus hervorgegangenen Wünsche und Anregungen prüfte der Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer auf ihre Umsetzungsfähigkeit und erstellte eine Entwurfsfassung. In der Sitzung des Fachausschusses will Pfeiffer die Details der Planung erläutern.

Unter anderem wird er dabei Bezug auf die vorgesehenen Spielgeräte nehmen: So soll ein Aufenthaltsbereich für Senioren von der Lage her so angeordnet werden, dass die Bürger unter einer teilüberdachten Pergola sowohl in der Sonne als auch im Schatten sitzen können. „Entsprechende altersgerechte Spielmöglichkeiten wie Boule, Schach, Mühle und Dame werden diesem Bereich zugeordnet“, meint Pfeiffer.

In der Nähe befindet sich der Kleinkinderspielbereich, um eine Aufsicht des Nachwuchses zu gewährleisten. Dieser Spielbereich soll als Sandfläche mit Spielgeräten wie zum Beispiel einem Bauwerksgerüst ausgestattet werden. Der Sand diene gleichzeitig auch als Fallschutzfläche für die geplante Hangrutsche und den Kletterhang, der aus Natursteinblöcken besteht. „Der Kletterhang dient als Aufstiegsmöglichkeit zum Einstieg in die Hangrutsche. Unterhalb dieses Sandspielbereiches und der Pergola ist ein Wasserspielplatz vorgesehen“, erklärt Pfeiffer.

Unter anderem gehe es darum, die Lern- und Spieleffekte des Elementes Wasser zu nutzen. „Um das Wohnumfeld zu bereichern und Spiel- und Umwelterfahrungen zu ermöglichen, wird Wasser in unterschiedlichsten Formen vielerorts wieder in den Städten und Gemeinden integriert.“

Alle Spielgeräte seien nach ihrem Spielwert, der Langlebigkeit, Stabilität und Vandalismusbeständigkeit ausgewählt worden. Bis auf das Bauwerksgerüst und die Spielhütte, die aus Holz mit Stahlfüßen bestehen soll, sind alle übrigen Geräte in Metallbauweise vorgesehen.

Allerdings setzt die Verwaltung auch auf eine soziale Kontrolle. So soll im Park die Beleuchtung eine zentrale Rolle spielen. „Diese soll so ausgebildet werden, dass nach Möglichkeit keine verschatteten Bereiche entstehen und die Parkflächen auch bei Dunkelheit gut einsehbar sind“, sagt Roland Pfeiffer.

Die Kostenschätzung zum Ausbau des Parks ist deckungsgleich mit den beantragten (Städtebau-)Fördermitteln von 330 000 Euro. Die Förderhöhe beträgt hier 50 Prozent. In der Kostenschätzung noch nicht enthalten sind die Kosten für die Beleuchtung. „Diese Planung ist nicht Gegenstand des Auftrages von Pfeiffer, sondern soll im Anschluss an den Wettbewerb ‘Orte des Lichts’ einem Planungsbüro übertragen werden“, heißt es von Seiten der Gemeinde.

Für die geplante Sitzstufenanlage liegt zwar eine Kostenschätzung von 130 000 Euro vor – die Kosten sind jedoch nicht Bestandteil der Förderung. Das liegt daran, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung der Städtebaufördermittel diese Planung beziehungsweise Möglichkeit noch nicht bekannt war.

„Die Finanzierung ist im Zusammenhang mit der Gestaltung der gegenüberliegenden Fläche neben dem Hotel zur Post noch zu lösen“, steht in der Vorlage der Gemeinde.

Obwohl es sich fördertechnisch um getrennte Maßnahmen handelt, besitzt die Umgestaltung des Volmeparks dennoch eine enge zeitliche Verknüpfung mit der Maßnahme „Rückbau Querbauwerk (Wehr) einschließlich Profilaufweitung der Volme“, da die hier anfallenden Bodenmassen, eine Eignung vorausgesetzt, zur Verfüllung des Volmeteichs eingesetzt werden sollen. Die im Böschungsbereich zur Volme bereits veranlassten Bodenproben werden derzeit untersucht. Das Ergebnis erwartet die Gemeinde kurzfristig. Bodenarbeiten für die Profilaufweitung einschließlich Bepflanzung würden ebenso wie der Rückbau des Querbauwerkes aus Mitteln des Wasserbaus gefördert. Eine diesbezügliche Abstimmung mit den für die Förderung verantwortlichen Vertreter der Bezirksregierung habe bereits stattgefunden. ▪ Matthias Clever

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