Theaterwerkstatt: Meyer übernimmt die Regie

Die langjährige Regisseurin der Theaterwerkstatt, Ingrid Kämper, verstarb im Oktober. Die Nachfolge tritt Reinhard Meyer an.

Schalksmühle - Die Theaterwerkstatt Schalksmühle hat nach dem Tod ihrer langjährigen Regisseurin Ingrid Kämper im Oktober die Probenarbeit wieder aufgenommen. Verantwortlich dafür ist ab sofort Reinhard Meyer, langjähriger Chef der „CVJM-Bühnenmäuse“.

Geprobt wird für das Stück „Die zwölf Geschworenen“, das die Theaterwerkstatt am 20., 21. und 28. Februar 2016 jeweils in der Festhalle Spormecke aufführen wird. „Das aktuelle Stück konnte Ingrid Kämper nicht mehr selbst vollenden. Es war aber ihr großer Wunsch, dass dieses Stück zur Aufführung gelangt“, teilte die Theaterwerkstatt jetzt mit.

Kämper hatte 1999 die Regiearbeit des Theaterprojektes Schalksmühle, der heutigen Theaterwerkstatt, von Volker Freibott übernommen. Mit Kämper auf dem Regiestuhl führte die Schauspielgruppe die Stücke „Heiraten ist immer ein Risiko“ (Saul O´Hara), „Der Freigeist“ (Eric-Emanuel Schmitt), „Lord Arthur Saville´s Verbrechen“ (Oscar Wilde), „Wenn Du geredet hättest, Desdemona“ (Christine Brückner), „Der Widerspenstigen Zähmung“ (William Shakespeare), „Ein gemütliches Wochenende“ (Jean Stuart), „Hotel zu den zwei Welten“ (Eric-Emanuel Schmitt), „Die Friedensfrau“ (Aristophanes/Übersetzung Walter Jens), „Ein idealer Gatte“ (Oscar Wilde), „Und dann gab´s keines mehr“ (Agatha Christie), „Die Physiker“ (Friedrich Dürrenmatt), „Der eingebildete Kranke“ (Molière), „Arsen und Spitzenhäubchen“ (Joseph Kesselring), „Die Mausefalle“ (Agatha Christie), „Minna von Barnhelm“ (Gotthold Ephraim Lessing) und „Der Vorname“ (Alexandre de la Patellière/Mathieu Delaporte) auf.

"Liebe zur Sprache und zur Literatur"

„Bei der Auswahl der Stücke wurde ihre Liebe zur Sprache und zur Literatur immer wieder deutlich. So kamen auch Stücke auf den Spielplan der Theaterwerkstatt, die ansonsten von Amateurbühnen nicht unbedingt aufgeführt werden. Alle Stücke wurden von ihr mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet, was darin gipfelte, dass auch ihre Einrichtungsgegenstände und sogar Fenster und Türen auf der Bühne eingesetzt wurden“, schreibt die Theaterwerkstatt. Auch an den Kostümen habe Kämper immer wieder selbst Hand angelegt. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie von ihrem Ehemann Richard.

Unter Kämpers Leitung wurde der Zusammenhalt innerhalb der Theaterwerkstatt stets sehr groß geschrieben, die Probenstunden verliefen häufig in fast familiärer Atmosphäre. „Diese intensive Arbeit entwickelte sich für Ingrid Kämper trotz gesundheitlicher Einschränkungen zur großen Leidenschaft“, schreibt die Theaterwerkstatt.

Theater-AG in Lüdenscheid gegründet

Erste Regieerfahrungen hatte Kämper zuvor als Lehrerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lüdenscheid gesammelt. Dort unterrichtete sie seit 1978 nicht nur die Fächer Deutsch und katholische Religion, sondern gründete auch eine Theater-Arbeitsgemeinschaft, die über viele lange Jahre fester Bestandteil des kulturellen Schullebens war.

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