Theaterwerkstatt Schalksmühle macht weiter

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Ein Regisseur ist zwar weiterhin nicht in Sicht, dennoch wollen die Laienschauspieler der Theaterwerkstatt Schalksmühle weitermachen. Bei einem Treffen im April soll die Zukunft geklärt werden.

Schalksmühle - Die gute Nachricht: Alle machen weiter. Die weniger gute: In diesem Jahr gibt es kein neues Stück der Theaterwerkstatt Schalksmühle.

„Im November 2017 werden wir wieder auf der Bühne stehen“, sagen die beiden Ensemblemitglieder Uwe und Claudia Baumann – zuletzt in der gefeierten Produktion „Die zwölf Geschworenen“ in tragenden Rollen zu sehen – im Gespräch mit unserer Zeitung. „Am Löh oder in der Spormecke, das werden wir sehen.“

Bis dahin ist es für die Gruppe, die im Oktober den Tod ihrer langjährigen Regisseurin Ingrid Kämper verkraften musste, noch ein weiter Weg. Bekanntlich sprang Reinhard Meyer, lange Jahre kreativer Kopf der „Bühnenmäuse“, in die Bresche und führte mit den Darstellern das Ingrid Kämper so wichtige Stück zu Ende. „Einmalig“, wie er jetzt noch einmal versicherte. Nach dem Rückzug von den „Bühnenmäusen“ anderswo weiterzumachen, sei für ihn unvorstellbar.

Schon 1987 gegründet

Dass es mit der Theaterwerkstatt, die 1987/88 von Volker Freibott als Theaterprojekt Schalksmühle gegründet und seit 1999 von Ingrid Kämper geleitet wurde, weitergeht, ist für Uwe und Claudia Baumann dennoch keine Frage. „Von den 13 Personen auf der Bühne wollen alle weitermachen.“ Viele sind seit Jahren dabei und mit großem Enthusiasmus bei der Sache. „Wir müssen uns nur eine Struktur überlegen nach diesem Schnitt.“

Anfang April ist ein Treffen aller Mitwirkenden geplant, bei dem es ums Sortieren, Innehalten und Ideensammeln geht. „Wir wissen selbst noch nicht, was wir wollen.“ Alles ist offen. Denkbar sei ein Regisseur aus eigenen Reihen, jedoch auch eine andere Lösung.

Ausschließlich positive Resonanz

Dass das 50er-Jahre-Stück „Die zwölf Geschworenen“ – von Ingrid Kämper ausgewählt und besetzt – ein großartiger Erfolg geworden ist, sieht das Ensemble als Reinhard Meyers Verdienst an. „Reinhard hat das wirklich toll gemacht“, so das Ehepaar Baumann. „Das Stück geht nicht ohne Regisseur. Alle waren froh, an die Hand genommen zu werden.“ Seitens der Zuschauer habe es ausschließlich positive Resonanz gegeben. „Die letzte Aufführung war rappelvoll.“

Bei aller Erfahrung war es für Reinhard Meyer ein schwieriges Unterfangen, sich „auf eine Besetzung einzulassen, die man nicht kennt“. Im engen Zeitfenster von zwölf Wochen Lebendigkeit in das bereits begonnene Stück zu bringen, sei nicht einfach gewesen. Dass das Ensemble „enorm willig“ war, erleichterte die Zusammenarbeit.

Lob für die Grundschule

Großes Lob sprechen Darsteller und Regisseur Schulleitung und Hausmeister der Grundschule Spormecke aus. „Im Forum der Schule gab es noch nie eine Theateraufführung. Die haben uns total freie Hand gelassen. Wir konnten schalten und walten.“ Hinsichtlich des schwierig zu platzierenden und einzurichtenden Bühnenbilds, kam dem Ensemble letztlich Meyers Erfahrung als Bühnentechniker zugute. „Wir haben sehr davon profitiert“, so das Ehepaar Baumann.

Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht. Zumindest eine neue Homepage (www.tws-schalksmuehle.de) ist bereits eingerichtet worden.

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