Terroranschläge in Paris bestimmendes Thema am Volkstrauertag

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Die Mitglieder der Löschgruppe Schalksmühle der Freiwilligen Feuerwehr legten nach einer Gedenkstunde in der Friedhofskapelle Wippekühl einen Kranz nieder.

Schalksmühle - Mit Kranzniederlegungen an den Gedenkstätten der Gemeinde gedachten die Schalksmühler am Volkstrauertag der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror in Vergangenheit und Gegenwart.

Sowohl bei der zentralen Gedenkfeier in der Kapelle des Friedhofs Wippekühl als auch beim Gottesdienst in der evangelischen Kirche Heedfeld schlossen die Gläubigen die Opfer des verheerenden Terroranschlags von Paris in ihre Gedenkstunde ein.

„Krieg ist und Krieg kommt“, erklärte Pfarrer Dirk Pollmann bei seiner Begrüßung in der Friedhofskapelle am Wippekühl mit Blick auf die französische Hauptstadt. 70 Jahre Frieden in Deutschland könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Menschen hierzulande auf keiner Insel der Glückseligen lebten.

Beckmann: „Der Schreck sitzt tief“

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes übernahm Pollmann den liturgischen Teil der Feier. Die Predigt hielt sein Amtskollege Torsten Beckmann, der die Friedensvision des Propheten Jesaja zum Inhalt seiner Ausführungen machte. Dabei ging er auch auf das bekannte Teilzitat von den Schwertern, die zu Flugscharen werden, ein. In der Loslösung des Menschen von Gott machte Beckmann die Ursache allen Unfriedens, aller Gewalt und Auseinandersetzungen aus. Aktuell sitze jedermann der Schreck tief in den Gliedern angesichts der heimtückischen Terroranschläge von Paris. Demgegenüber sei die Vision des Jesaja ein Kontrastbild der Hoffnung. „Der christliche Glaube hat eine universale Dimension. Gottes Wort zeigt eine Hoffnungsperspektive für die Welt auf.“ Die Zukunftsvision wolle Christen in der Gewissheit bestärken, das nicht die Tyrannen der Welt, sondern Gott das letzte Wort habe.

Musikschule und Projektchor

Musikalisch gestalteten ein Projektchor unter Leitung von Marlies Plaßmann sowie Kathrina Frisch (Querflöte), Katharina Geck (Geige) und Michaela Boodes (Geige) von der Musikschule Volmetal die Gedenkstunde aus.

Anlässlich des Volkstrauertages war auch die Kirche in Heedfeld am Sonntagvormittag sehr gut gefüllt.

Im Beisein von Bürgermeister Jörg Schönenberg und einer Abordnung der Hülscheider Schützen legten Mitglieder der Löschgruppe Schalksmühle der Freiwilligen Feuerwehr anschließend am Ehrenmal einen Kranz zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt nieder. Soldaten, Menschen, die durch Kriegshandlungen oder Gefangenschaft, als Flüchtlinge, Angehörige einer Minderheit, Widerstandskämpfer, wegen ihres Glaubens oder aufgrund von Bürgerkrieg Gewalt erleiden, schloss Pfarrer Beckmann in seine Gedenkrede ein.

In Gedanken bei den Menschen in Paris

Ernste, nachdenklich stimmende Worte fand auch Pfarrerin Doris Korte während des Gottesdienstes in der Heedfelder Kirche. „Indem wir der Taten und Orte des Schreckens gedenken, wird ein unermesslicher Beitrag für Frieden und Demokratie in der Gegenwart geleistet“, erklärte sie. Zu den von Krieg und Terror bedrohten Menschen in Syrien, im Irak, im Nahen Osten und in der Ukraine, besonders auch zu den Menschen in Paris wanderten ihre Gedanken. Endzeit und Weltgericht (Matthäus 25, 31-46) machte sie zum Inhalt ihrer Predigt. Die Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Heedfelder Friedhof nahm die Löschgruppe Winkeln vor.

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