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Telekom: Glasfaserausbau verzögert sich - A45 ist ein Problem 

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Von: Sarah Reichelt

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Glaserfaserausbau, Schalksmühle
Glasfaserausbau in Schalksmühle geht voran, aber nicht ganz wie geplant. © Florian Hesse

Die Telekom kümmert sich derzeit an mehreren Orten in Schalksmühle um den Ausbau des Glasfasernetzes. In einigen Bereichen sind die Tiefbauarbeiten dafür bereits abgeschlossen, in anderen Bereichen sind die Maßnahmen in vollem Gange oder verzögern sich. Bei Anwohnern kommen Fragen auf. Und das Ganze läuft nicht ohne Probleme.

Schalksmühle – Wie kann man das Glasfaser-Angebot überhaupt nutzen? Muss man dafür Telekom-Kunde sein? Diese Frage stellte sich unter anderem ein Anwohner am Strücken. Dort liegen die Anschlüsse bereits bis in die Häuser. Der Ausbau ist dort so gut wie abgeschlossen.

Einen Überblick über den gesamten Ausbau des Glasfasernetzes bekommt man als Laie nur schwer. Der Ausbau in Schalksmühle sei aber auch komplex, sagt Telekomsprecher Maik Exner. Der Grund: In der Gemeinde erfolge die Maßnahme zum Teil als geförderter Ausbau, zum Teil als Eigenausbau. Hinzu kämen Probleme durch die A45.

Fertigstellung in diesem Jahr

Die Deutsche Telekom AG selbst spricht von unterschiedlichen Ausbaufortschritten in den verschiedenen Ortsteilen. Das liege laut Pressesprecher Maik Exner daran, dass der Ausbau parallel, aber in sich gestaffelt durchgeführt werde. Noch in diesem Jahr wird der Glasfaserausbau in den folgenden Bereichen fertig gestellt: Halverscheid, Muhle, Linscheid, Dahlhausen, Holthausen, Waldesruh, Stallhaus und Dahlerbrück. Nach aktuellem Stand erfolgt die Fertigstellung noch im dritten Quartal, also bis Ende September. „Mit einer Fertigstellung der Ausbauarbeiten in den Ortsteilen Winkeln, Sonnenscheid und Heedfeld rechnen wir im vierten Quartal 2022“, so Maik Exner.

Arbeiten im nächsten Jahr

Für Anfang 2023 hat die Telekom die Fertigstellung in Rölvede und Albringswerde im Blick. „In allen genannten Ortsteilen laufen die entsprechenden Tiefbauarbeiten.“

Probleme durch die A45-Sperrung

Ganz ohne Probleme läuft der Ausbau für die Telekom derweil nicht. Wie Exner mitteilt, beeinflussen die Umleitungsstrecken durch die gesperrte A45-Talbrücke Rahmede die Arbeiten der Telekom. „Leider sehen wir jedoch derzeit auch, dass wir bisher nicht immer wie geplant und von uns gewünscht bauen können“, sagt der Pressesprecher dazu und spricht von „Mehraufwänden“.

Anwohner sind unsicher

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Schalksmühle befindet sich also in vollem Gange. Insgesamt sind allerdings einige Fragen bei den Anwohnern unbeantwortet. Einigen ist unklar, wie sie das neue Angebot überhaupt nutzen können, wenn sie kein Telekom-Kunde sind. Ist das überhaupt möglich? Der Telekom-Pressesprecher erklärt das Vorgehen beim Ausbau. „Zuerst werden Leerrohre von unserer Betriebsstelle zu den kleinen grauen Kästen am Straßenrand, den Netzverteilern und dann von den Netzverteilern zu den Haushalten gelegt“, sagt Maik Exner. Im zweiten Schritt geht es um die Herstellung der Glasfaser von der Telekom-Betriebsstelle zu den Netzverteilern. Wenn das passiert ist, werden die Glasfasern vom Netzverteiler bis in die Häuser „eingeblasen“, heißt es.

„Wenn der Hausanschluss – und dies kann im Einzelfall vorkommen – bereits gebaut ist, kann es sein, dass die Glasfaserverbindung von der Betriebsstelle zum Netzverteiler noch nicht durchgängig gebaut werden konnte“, erklärt Exner. Dadurch könnten einige Wochen vergehen, bis der neue Glasfaseranschluss in Betrieb genommen werden könne.

Heißt im Klartext: Schalksmühler können auch als Kunde anderer Anbieter vom Glasfasernetz der Telekom profitieren. Dafür muss allerdings der Anbieter einen entsprechenden Vertrag mit der Telekom als Betreiber des Netzes abgeschlossen haben. „Die Tarifgestaltung obliegt in einem solchem Falle dann auch dem Wettbewerber“, erklärt Exner dazu.

Telekom-Mitarbeiter an der Haustür

In diesen Tagen sind Vertriebler für die Deutsche Telekom in den Ausbaugebieten in Schalksmühle unterwegs, um die Anwohner über den Ausbau zu informieren. „Der Wunsch nach einer solchen direkten Beratung vor Ort ist hoch und wir kommen diesem gerne nach“, sagt der Pressesprecher. „Die in unserem Auftrag arbeitenden Direktvermarkter können sich dabei stets ausweisen.“ Es handelt sich also um keine Betrüger. Sie würden die Wohnung nur betreten, wenn sie dazu aufgefordert oder eingeladen werden, heißt es. „Diese Mitarbeiter sind korrekt gekleidet und an ihrer Kleidung auch als Telekom-zugehörig erkennbar. Die Mitarbeiter führen Original-Telekom-Unterlagen bei sich und halten eine offizielle Rufnummer für Rückfragen bereit“, erklärt Exner.

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