Zertifikat

Der Umgang mit der Motorsäge

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Insgesamt 19 Interessierte nahmen am Motorsägen-Lehrgang im Wald an der Werbecke teil.

Schalksmühle - Erstmals seit längerer Zeit bot die Forstbetriebsgemeinschaft Schalksmühle am Freitag und Samstag wieder einen Motorsägen-Lehrgang an, bei dem die Teilnehmer das Motorsägen-Zertifikat erwerben konnten.

Der Lehrgang, an dem diesmal 19 Personen teilnahmen, richtete sich überwiegend an Waldbesitzer, die ihre Kenntnisse im Umgang mit der Motorsäge insbesondere unter Sicherheitsaspekten auffrischen oder erweitern wollten. 

Unter der Leitung der beiden Forstwirtschaftsmeister des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland, Hubertus Pampe und Erik Verforth, teilten sich die Teilnehmer über die zwei Tage im Wald an der Wersbecke in mehrere kleinere Gruppen auf, um unter fachgerechter Anleitung mit der Motorsäge zu arbeiten.

Am Samstag inspizierten der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Dieter Coordt sowie der zuständige Revierförster Hubertus Bierkoch vor Ort den Verlauf des Lehrganges. Die Bestimmungen im Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) sind umfangreich und fangen bereits bei der richtigen Kleidung an. Hierzu gehört ein Helm mit Gesichts- und Gehörschutz sowie Jacke, Schuhe und Hose, die mit einem speziellen Schnittschutzgewebe ausgerüstet sind.

Die richtige Ausstattung ist wichtig.

„Bei einer modernen Motorsäge kommt der Zahn der Kette etwa 67-mal in der Sekunde an einer Stelle vorbei, was eine Vorstellung davon macht, wie schnell die Kette ist“, erklärt Coordt. Darüber hinaus zieht sie sich aufgrund der speziellen Beschaffenheit der Zähne in das zu schneidende Material hinein, was bei einem Unfall ohne entsprechende Schutzkleidung zu besonders schweren Verletzungen führen kann. 

Zusätzlich zu den Schutzmaßnahmen durch die Kleidung sollte niemand allein im Wald mit der Kettensäge arbeiten, damit bei einem Unfall möglichst schnell und effektiv geholfen werden kann.

Wichtig, das betonen Dieter Coordt und Hubertus Bierkoch gleichermaßen, sei auch die hautnahe Erfahrung im Rahmen des Lehrganges, wie hart Waldarbeit bei Wind und Wetter sein kann – zumindest am Samstag war die regnerische Witterung treffender Weise nicht gerade dazu geeignet, die schwere körperliche Arbeit des Bäumefällens zum Vergnügen werden zu lassen. 

Die Teilnehmer erhielten am Ende das Motorsägen-Zertifikat, das vom Anspruch her deutlich höher anzusiedeln ist als der niedrigschwelligere Motorsägen-Führerschein. Zudem wurden die Lehrgangskosten in Höhe von 165 Euro für alle Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Schalksmühle mit 80 Euro bezuschusst.

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