An Talbrücke Sterbecke gehen die Bohrungen bis Ende Januar weiter

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Erschließung: Die Arbeiten zum Anlegen der Baustraßen sind inzwischen abgeschlossen.

Schalksmühle - Für den Ersatzneubau der Talbrücke Sterbecke laufen seit November Baugrunderkundungen. Die Bohrungen werden noch bis Ende Januar andauern. Bei den Bohrungen in den Untergrund soll festgestellt werden, wo sich dichter Baugrund befindet.

„Wir bohren in den Boden rein, bis wir sicher auf Fels sind“, erklärt Karl-Josef Fischer, Pressesprecher für die Regionalniederlassung Südwestfalen beim Landesbetrieb Straßen.NRW.

Dabei werde geprüft, ob das Felsgestein in der Ebene vorhanden ist oder irgendwann steil wegbricht. An einer anderen Talbrücke habe man das Problem gehabt, dass das Felsgestein senkrecht wegfiel, sodass man 15 Meter tiefer hatte ausschachten müssen.

Dichtes Raster von Bohrungen

Um das auszuschließen, werden die Bohrungen in einem dichten Raster gemacht. „Wir wissen dann sicher, wo die Fundament-Standorte sein sollen“, sagt Fischer. Damit könne man dann den ausführenden Baufirmen genaue Vorgaben machen.

Noch liegen allerdings keine Ergebnisse der bisherigen Baugrunderkundungen im Bereich Sterbecke vor. Auch Zwischenergebnisse gebe es noch nicht zu vermelden, betont Fischer. „Wir werden noch bis Ende Januar im Bereich der Brücke bohren.“ Auf dem Bauplatz von der Größe eines Fußballfeldes wird im Abstand von etwa fünf Metern in den Untergrund gebohrt, zum Teil auch durch die Brücke hindurch. Im Bereich der Widerlager, die nur etwa zwei Meter vom Boden entfernt seien, könnten keine Bohrgeräte unter der Brücke platziert werden, erklärt Fischer: „Hier wird durch die Fahrbahn hindurch nach unten gebohrt.“

Die Talbrücke Sterbecke bekommt einen Ersatzneubau. Derzeit werden Bohrungen durchgeführt.

Die entnommenen Bohrkerne – die Bohrungen reichen bis zu 20 Meter tief – werden dann von einem Baugrund-Gutachter untersucht. Dieser benötige nach Abschluss der Baugrunderkundungen Ende Januar noch einmal vier bis sechs Wochen, um sein Gutachten zu erstellen.

Ausschreibung Mitte des Jahres

Voraussichtlich Ende März oder Anfang April soll es dann vorliegen. Darin muss auch festgelegt werden, welche Gründungsart der Brückenneubau haben soll, ob ein Fundament für eine Flachgründung gegossen wird oder ob die Baulast mittels einer Pfahlgründung von Pfeilern getragen werden soll. Dementsprechend werde dann der Brückenneubau europaweit ausgeschrieben, sagt Fischer.

„Wir wollen es Mitte 2019 ausschreiben, um am Ende des Jahres eventuell schon einen Auftragnehmer zu haben, der Anfang 2020 mit der Ausführung beginnen könnte.“

Der Neubau wird neben der alten Brücke errichtet.

Die Vorarbeiten dazu sind bereits getätigt worden. „Die bauliche Erschließung mit Baustraßen ist abgeschlossen“, sagt Fischer. Somit könne direkt mit dem Brückenbau begonnen werden, sobald die Aufträge vergeben seien.

Während der Baugrunderkundungen ist auf der A 45 in Richtung Frankfurt eine zweispurige Verkehrsführung eingerichtet, auch in Richtung Dortmund bleibt die schon bestehende Verengung auf zwei Fahrstreifen erhalten. „Wir werden nie unter zwei Fahrstreifen in jede Richtung gehen“, sagt Karl-Josef Fischer.

Die Kosten

51 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßen.NRW für den Neubau der Sterbecker Talbrücke eingeplant. Darin enthalten sind das Bauwerk, die Einfädelungsrampe und anschließende Anpassungsarbeiten. Das erklärte Pressesprecher Karl-Josef Fischer bereits im Sommer 2018. Wenn die Arbeiten an der neuen Brücke abgeschlossen sind, soll mit dem Rückbau der alten Brücke begonnen werden. - sar

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