„Tag des Marktes“ mit Luftballons und Drehorgel

+
Konrad Kaltenhauser spielte für die Marktbesucher auf seiner Drehorgel. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Tag des Wochenmarktes – den haben fast alle Markthändler fast jeden Tag. Auf dem Rathausplatz fand gestern der Wochenmarkt unter dem Titel „Tag des Marktes“ statt, mit Luftballons und Drehorgelspieler. Katharina Berker, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für den Wochenmarkt, und die Markthändler erhoffen sich von der Aktion eine Steigerung der Attraktivität des Marktes, besonders für junge Leute.

Seit 26 Jahren gibt es nun den Wochenmarkt. Ulrike Fiegenbaum mit Fleisch, Geflügel und Eiern gehört zu den Unternehmen der ersten Stunde, ebenso wie Monika Wehnes mit ihrem Fischhandel und ihrer Fischbraterei. Immer donnerstags von 8 bis 13 Uhr scharen sich die Händler um das Kiepenlisettken, das zu seiner Zeit als wandernde Händlerin für Kurz- und Haushaltswaren zu den Kunden kam.

Die Zeiten haben sich geändert, damals dachte noch niemand an Bratwürstchen mit Curry-Zimt-Soße. Die bieten Thomas Nölling und Nicole Kießling an ihrem Stand an, außerdem gibt es deftige Suppen. Der Schalksmühler Donnerstag ist nicht ihr einziger Tag des Wochenmarktes: Dienstags sind sie in Gummersbach, mittwochs in Bergneustadt, freitags in Meinerzhagen und samstags in Olpe. Einen ähnlichen Terminkalender haben alle Markthändler, denn die Umsätze eines Wochentages reichen natürlich nicht aus, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Konrad Kaltenhauser (77) hat seinen Lebensunterhalt als Orgelbauer verdient. Heute spielt er als Hobby auf seiner 17 Jahre alten Drehorgel und tat das gestern für die Besucher des Wochenmarktes. Schalksmühle ist für den aus Traunstein stammenden Kaltenhauser kein unbekanntes Pflaster. Er hat hier schon an der Orgel von St. Thomas Morus gearbeitet. Kaltenhauser ist seit 50 Jahren in Dortmund zu Hause, sein Sohn ist als Orgelbaumeister in seine Fußstapfen getreten.

Heute ist der Wochenmarkt nicht mehr aus der Ortsmitte wegzudenken, doch das war nicht immer so. „Wer sich zurück erinnert, weiß noch, dass man sich kommunalpolitisch mit dem Wochenmarkt auf dem Rathausplatz schwer getan hat. Es gab beileibe nicht nur Befürworter“, erinnert sich der ehemalige Gemeindedirektor Gerd Gebhardt. Erst im Februar 1984 habe sich nach langen Diskussionen im Gemeinderat abgezeichnet, dass man grünes Licht für den Wochenmarkt geben würde. Und dann – gut zwei Jahre nach Einweihung des Rathauses – am ersten Donnerstag im Mai 1984 war es soweit und die Menschen strömten in die Bahnhofstraße.

So soll es auch nächste Woche wieder sein, wenn die Überraschungspakete an die Gewinner überreicht werden. Zum „Tag des Marktes“ gab es gestern ein Gewinnspiel, bei dem Kerstin Ostermann, Christel Klod und Horst Baarcke gewonnen haben. Alle Gewinner kommen aus Schalksmühle und erhalten am Donnerstag, 4. November, um 10.30 Uhr, jeweils ein Überraschungspaket, die dass Markthändler füllen. ▪ bomi

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare