Ehrenamtliche im Einsatz

Trotz Corona ein bisschen Normalität bei der Tafel Schalksmühle-Halver

Tafel Schalksmühle-Halver, Lebensmittelausgabe, Hälverstraße
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Etwas Normalität: Die Tafel Schalksmühle-Halver hat an der Ausgabestelle an der Hälverstraße wieder mit der Direktausgabe von Lebensmitteln begonnen. Um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen vor der Ausgabestelle versammeln, werden Termine vergeben

Das Team der Tafel Schalksmühle-Halver hat sich vor einigen Wochen noch Sorgen über die Zukunft gemacht. Durch das Coronavirus veränderte sich die Arbeit für die Ehrenamtlichen: Ausgaben fanden nicht mehr statt, alles läuft über Hausbesuche. Doch nun gibt es einen Lichtblick. Das Tafel-Team wollte nicht aufgeben und hat eine Lösung erarbeitet. Es geht einen kleinen Schritt zurück zur Normalität.

Die Ausgaben in Halver und Schalksmühle können zwar nach wie vor nicht durchgeführt werden. Die Tafel hat aber damit begonnen, am Standort Schalksmühle Lebensmittel nach Termin an Bedürftige auszugeben.

Wie vor der Pandemie, die die Tafel zur Schließung der Direktausgabe und Einrichtung eines Lieferdienstes zwang, können die Empfänger die dringend benötigten Lebensmittel seit drei Wochen wieder an der Ausgabe an der Hälverstraße abholen. Vor allem Familien, die über ein Auto verfügen, machen nach vorheriger Terminabsprache von der Direktausgabe Gebrauch.

Mit der Terminvergabe möchten die beiden Tafel-Gründerinnen Erika Ostmeyer und Astrid Lehmann verhindern, dass sich zeitgleich viele Menschen vor der Ausgabestelle versammeln und sich dabei möglicherweise mit dem Coronavirus infizieren. Rund die Hälfte der Empfänger – 25 Familien – kommen inzwischen zu den festgelegten Terminen, die auch eingehalten werden müssen, zur Ausgabestelle. Alle anderen Familien beliefert die Tafel nach wie vor mit dem Lebensnotwendigen.

Mundschutzpflicht bei der Ausgabe

Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und Schutz der Abholer hat das Tafel-Team eine große Plexiglasscheibe an der Ausgabe im Freien in Schalksmühle installiert. Einen Mundschutz zu tragen, das ist Pflicht.

Nichtsdestotrotz ist Astrid Lehmann froh, dass die Tafel zumindest in kleinen Schritten wieder mit der Direktausgabe beginnen konnte. „Das ist viel schöner“, sagt sie. „Man hat wieder mehr Kontakt mit den Leuten.“

Überdies entlastet die Ausgabe vor Ort die Tafel bei den Kosten für Benzin ein wenig. Da jedoch in Schalksmühle immer noch die Hälfte der Bedürftigen auf den Lieferdienst der Tafel angewiesen ist und in Halver nach wie vor alle Empfänger beliefert werden müssen, sind die Benzinkosten für den Lieferdienst ungebrochen hoch. „Die Kosten fressen uns nach wie vor auf.“ Um Menschen weiterhin helfen zu können und Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren, ist die Tafel daher weiterhin dringend auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto

Für Spenden hat die Tafel ein Spendenkonto bei der Sparkasse Lüdenscheid eingerichtet. Die Kontonummer lautet: DE04 4585 0005 0000 1856 78.

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