Standup-Paddling für Mensch und Hund

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Hund und Herrchen sind in den Kursen von Hundetrainerin Kirsten Koch derzeit gemeinsam mit einem Surfbrett auf der Glör unterwegs, um das Standup-Paddling zu lernen. Hier Jurien Joksch und Luna.

Schalksmühle - Die Idee, Standup-Paddling (SUP) für Mensch und Hund anzubieten, kam Hundetrainerin Kirsten Koch (Iserlohn) durch ihren eigenen Hund. Um dessen Hüftgelenksprobleme zu therapieren und den schonenden Muskelaufbau zu fördern, stieg sie mit Golden Retriever Balu aufs Surfbrett.

Die positiven Erfahrungen, die sie dabei machte, gibt die erfahrene Hundetrainerin – Inhaberin der Hundeschule „Fellows“ in Iserlohn – seit zweieinhalb Jahren in Standup-Paddling-Kursen an andere Hundebesitzer weiter. „Es läuft sehr gut“, erzählt sie. Am liebsten surft sie mit Mensch und Hund an der Glör. „Für Anfänger ist ein ruhiges Gewässer besser“, erzählt sie. „Hier ist es schön und idyllisch. Für den Einstieg ist es hier einfacher.“ 

Mit vier Kursen, die derzeit laufen, ist sie bis zu viermal die Woche vor Ort. Alternativ fährt sie mit ihren Kursteilnehmern, die bis aus Aachen und Wuppertal zu den Kursen kommen, zur Sorpe. Von April bis September läuft die Saison. 

Teams erregen Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit erregen die surfenden Mensch-Hunde-Teams, die am Hundestrand gemeinsam aufs Surfbrett steigen, hier wie dort. Sogar dem Fernsehsender RTL war das Angebot der Iserlohner Hundeschule bereits einen Beitrag wert. „In Holland ist das weit verbreitet“, berichtet Kirsten Koch, die seit ihrem zwölften Lebensjahr einen Surfschein besitzt und auch gern in ihrer Freizeit gemeinsam mit Freunden surft. „In Hamburg surfen Mensch und Hund auf der Elbe.“ 

Spaß und Stärkung der Bindung 

Soweit sie weiß, sind ihre Wassersport-Kurse mit Hund im Umkreis noch ein recht neues Angebot. Neben dem hohen Spaßfaktor, den das gemeinsame Surfen mit sich bringt, sind die gesundheitsfördernde Wirkung, Entschleunigung und die Stärkung der Bindung zwischen Mensch und Tier für sie wichtige Kriterien, das Standup-Paddling anzubieten. „Die Hunde müssen lernen, sich zu konzentrieren“, erzählt die Iserlohnerin, die neben Golden Retriever Balu noch die Australian Shepherd-Hündin Hummel besitzt. 

Kursleiterin Kirsten Koch (Dritte von links) betreut in ihren Kursen immer nur wenige Mensch-Hunde-Teams, um intensiv mit allen arbeiten zu können.

Neben dem Muskelaufbau sei SUP für die Gelenke, Stabilisation und Koordination wichtig. Zudem stärke das gemeinsame Training das Vertrauen zwischen Mensch und Hund. Drei bis sechs Teams – keinesfalls mehr – betreut sie in ihren Kursen zeitgleich. Langsam, ohne Hast, führt sie die Kursteilnehmer ans Surfbrett heran. Ist ein Hund ängstlich, beginnt das Training an Land. Die „Wasserratten“, die gern im Wasser planschen, steigen sofort aufs Brett. Fünf mal zwei Stunden plant Kirsten Koch für einen Kurs ein. 

„Wir machen sehr viel mit den Hunden“ 

Nach Gründen befragt, warum sie beim SUP mitmacht, meinte Stefanie Joksch aus Lünen, die mit den beiden ausgebildeten Therapiehunden Neill und Luna beim Anfängerkurs auf der Glör mitmachte: „Wir haben das in Holland gesehen und seitdem haben nach einer Gegend gesucht, wo man das machen kann. Wir machen sehr viel mit den Hunden zusammen.“ 

Wie anderen Kursteilnehmern blieb Ehemann Jurien, der mit Luna aufs schwankende Brett stieg, ein unfreiwilliges Bad im kühlen Nass nicht erspart. 

Wasserapport vom Surfbrett aus 

Alexandra Veltum aus Iserlohn verband mit dem Training die Hoffnung, ihre Labrador-Hündin Ria ans Wasser zu gewöhnen. „Sie hat sich noch nicht ins Wasser getraut“, erzählte sie. 

Labrador-Dame Becky und Frauchen Birgit Lönhardt aus Lüdenscheid waren da schon weiter und übten vom Brett aus Wasserapport. Kaum landete das Lieblingsspielzeug Schwimmleuchtturm im Wasser, war Becky nicht mehr zu halten. Dass das Training Spaß machte, war nicht zu übersehen.

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