„Strom spielt eine Schlüsselrolle“

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Frisch unterm Hammer geschmiedet und anschließend entgratet laufen hier rot glühende Kurbelwellen übers Band. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Wo auch immer auf diesem Planeten jemand seine MV Agusta startet, spielt ein Stück Schalksmühle eine entscheidende Rolle. Die Kurbelwelle dieser italienischen Edel-Motorräder wird an der Volme geschmiedet – genau bei Mahindra Forgings Europe. Die meisten Schalksmühler kennen das Unternehmen noch aus der Zeit, als es Falkenroth Umformtechnik hieß.

Warum es jetzt Mahindra heißt, wie es dazu kam, wer noch dazu gehört und was das Unternehmen noch kann außer Kurbelwellen – all das erläuterte Geschäftsführer Rolf Wirfler detailliert einer interessierten Besuchergruppe. Zu Gast waren jetzt die CDU-Senioren unter der Leitung ihres Vorsitzenden Ludwig Schweig. Begleitet wurden sie von Jörg Weber, dem CDU-Vorsitzenden in Schalksmühle. Michael Schwalm, CDU-Fraktionssprecher im Gemeinderat und Mitarbeiter bei Mahindra, hatte den Besuch in der Schmiede ermöglicht.

Wirfler nannte einige Kennzahlen des Unternehmens: Umsatz 2009 153 Millionen Euro; Umsatzziel 2011/12 270 Millionen Euro; 176 Mitarbeiter, 18 000 Tonnen Kapazität; Teil des indischen Mahindra-Mahindra Konzerns, der fünftgrößten Schmiede der Welt. Sorgen bereitet Wirfler die Entwicklung der Energiekosten im Zuge der Energiewende. Einer der Induktionsöfen, in denen die Werkstücke auf Schmiedetemperatur geglüht werden, zieht 1,4 Megawatt Strom. „Wir können die Energieverteuerung durch Preissteigerungen nicht mehr auffangen. Das ist ein Problem für die Schwerindustrie in Deutschland. Strom kann eine Schlüsselrolle spielen.“

Beim anschließenden Betriebsrundgang spürten die Besucher, was es heißt, ein 1200 Grad heißes, von eineinhalb Kilo bis zu 50 Kilogramm schweres Werkstück zu Drücken, zu Schmieden und zu Entgraten. Das geschieht in Handarbeit an sechs Pressen und Hämmern. In Schalksmühle arbeitet mit 5000 Tonnen die zweitgrößte Presse der deutschen Mahindra-Standorte. ▪ bomi

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