Straßenerneuerung und Kanalsanierung

Asenbach-Sanierung: Auch Anwohner müssen zahlen

Geflickte Bereiche, Risse und Fehlstellen in der Straße – darum geht es bei der Erneuerung der Straße Asenbach unter anderem.

Schalksmühle - Einstimmig sprach sich der Bau- und Planungsausschuss am Montag bei seiner Sitzung im Ratssaal dafür aus, Mittel für die Straßenerneuerung und Kanalsanierung Asenbach im Haushaltsplan 2019 und 2020 zu berücksichtigen. Herangezogen werden allerdings auch die Anwohner.

Laut Entwurfsplan, den das beauftragte Ingenieurbüro Reinhard Beck aus Wuppertal bei der Sitzung vorstellte, sollen 2020 die Bagger im Ortsteil anrollen. Die Ausführungsplanung der Maßnahme ist für das erste Halbjahr 2019, die Auftragserteilung an eine Baufirma für das zweite Halbjahr geplant.

Genaue Höhe steht noch nicht fest

Laut Gesetz sind die Anwohner anteilig zur Beteiligung an den Kosten der Straßensanierung verpflichtet. Über die genaue Höhe für jeden Einzelnen – da unterschiedlich je nach Grundstücksgröße – konnte die Verwaltung noch keine Auskunft geben.

Die Gemeinde erhebe jedoch lediglich Mindestbeiträge, stellte Bürgermeister Jörg Schönenberg klar. Die Bürger frühzeitig zu informieren, was auf sie zukommt, mahnte Ausschussmitglied André Trimpop bei der Sitzung an.

Dringlichkeit der Maßnahme

Als Vertreter des Wuppertaler Büros waren Christian Fengler und Karl Gerhard vor Ort, um den Ausschuss über den Planungsstand, den Umfang der Bauarbeiten und die Kosten zu informieren. Um die Dringlichkeit der Maßnahme zu verdeutlichen, machten sie auf geflickte Bereiche, Risse und Fehlstellen in der Straße aufmerksam.

Christian Fengler (links) und Karl Gerhard vom Ingenieurbüro Beck (Wuppertal) informierten den Ausschuss über Pläne zur Straßenerneuerung und Kanalsanierung Asenbach.

Erneuerung der Deckschicht reicht nicht

„Die Straße verfügt über keinen normgerechten Unterbau“, erklärte Fengler. „Die bisher durchgeführten Unterhaltungsarbeiten reichen nicht mehr aus, um die Straße dauerhaft in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten.“ Eine Erneuerung der Deckschicht genüge nicht, da sich nach kurzer Zeit wieder Risse bilden würden.

Angedacht seien eine Erneuerung der Straße auf einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern und ein Gehweg von (möglichst) 1,50 Meter Breite. Punktuelle Schäden am Kanal würden mittels Sanierungsroboter behoben. Bei der Bachverrohrung seien die Schächte problematisch. Zudem gebe es keine Einstiege.

Insgesamt fallen nach den Berechnungen des Büros 2.435.000 Euro (brutto) für den Vollausbau der Straße samt einseitigem Ausbau des Gehwegs auf der gesamten Baulänge, die Reparatur des Mischwasserkanals und die Sanierung der Bachverrohrung an.

Allein der Straßenbau inklusive Neuerstellung des Gehwegs (18.000 Euro brutto) im Zuge der Vekehrssicherungspflicht schlägt in dieser Berechnung mit rund 1.400.000 Euro (brutto) zu Buche.

Mögliche Freilegung des Baches

Auf eine mögliche Freilegung des Asenbachs (Gewässer) im Zuge der Maßnahme kam Lutz Schäfer zu sprechen. „Gibt es Überlegungen, den Bach wieder freizulegen? Wo verlief der Asenbach früher?“, lauteten seine Fragen. Immerhin gehe anderswo der Trend dorthin.

Für den Asenbach, der dort geflossen sei, wo jetzt die Bachverrohrung verlaufe, schloss die Gemeinde indes eine derartige Freilegung aus. Der Bach liege weitgehend auf Höhe der Straße. Diese hat laut Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde, zuletzt 1974 eine Deckenerneuerung erhalten.

Im Zuge der Baumaßnahme die Straße im Bereich der niedrigen Bahnunterführung abzusenken, wie von Ortwin Schmidt angeregt wurde, war für Oliver Emmerichs aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten gleichfalls keine Option.

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