21 Sternsinger verteilen Segen an die Bürger

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21 Sternsinger der St. Thomas Morus Gemeinde ziehen seit Freitag in neuen Gewändern durch die Volmegemeinde. In diesem Jahr gehen die Spenden der Aktion an ein Hilfsprojekt in Malawi.

SCHALKSMÜHLE - Mit bunten Gewändern und goldenen Kronen auf dem Kopf ziehen sie durch das Gemeindegebiet und überbringen den Segen. Seit Freitag sind wieder 21 Kinder der katholischen St. Thomas Morus Gemeinde als Sternsinger unterwegs.

„Wir hatten in diesem Jahr zunächst die Befürchtung, dass sich zu wenig Kinder für die Sternsinger-Aktion anmelden“, berichtet Pfarrer Thorsten Rehberg. Denn zur ersten Info-Veranstaltung Mitte Dezember kamen nur fünf Kinder vorbei. Doch letztlich war die Sorge unbegründet: 21 kleine Könige standen nun bereit, um den Segen in der Volmegemeinde zu verteilen.

Bevor die Kinder aber loszogen, gab es im Gemeindehaus der Kirche zunächst ein gemeinsames Mittagessen. Dann wurden die Kostüme verteilt. Nachdem die alten Gewänder in die Jahre gekommen waren, beauftragte Pfarrer Rehberg die Schalksmühlerin Agathe Rudolf-Hans mit der Anfertigung neuer Kostüme. Anfang Dezember begann die Schneidermeisterin, die ein Atelier in Schalksmühle hat, mit dem Nähen der neuen Kostüme.

Nach dem Mittagessen lernten die Kinder noch bei einem Gottesdienst, wofür sie in diesem Jahr Spenden sammeln. Der Erlös aus der Sternsinger-Aktion kommt der Schulbildung von Kindern in Malawi zugute. „In Malawi sind meistens über 80 Kinder in einer Schulklasse“, erklärte Thorsten Rehberg. „Mit den Spenden helfen wir, dass die Kinder künftig besser lernen können.“

Nachdem sie vom Pfarrer die Segnung erhalten hatten, zogen die Kinder begleitet von Erwachsenen los. Insgesamt 86 Schalksmühler Haushalte werden in diesem Jahr besucht. Die Gemeindemitglieder Ulrich Mölders und Bettina Purschke organisierten die Besuche.

Die Mütter Maren Pfeil und Claudia Friske-Scholz begleiteten ihre Kinder Justus (5), Lotta (9), Jakob (6) und Florentine (8) bei ihrer Tour. Mit Kreide, Segenssprüchen und einem großen goldenen Stern aus Holz zog die Gruppe los. Die Kinder machten zum ersten Mal bei der Sternsinger-Aktion mit und waren entsprechend aufgeregt. „Wir haben im Vorfeld mit den Kinder gesprochen, wofür die Spenden aus der Aktion verwendet werden. Da wir selbst auch ein afrikanisches Patenkind unterstützen, konnten sich die Kinder das gut vorstellen“, erzählte Claudia Friske-Scholz.

Erste Station der Sternsinger war die Seniorenresidenz an der Hälverstraße. Mutig klingelten die Kinder an den Türen der Bewohner und sangen das Lied „Wir kommen daher aus dem Morgenland“. Die Senioren freuen sich über den Besuch. „Ich nehme die Segnung jedes Jahr entgegen. Wer weiß, wofür der gut ist“, sagte Elisabeth Gabler. Auch ihre Nachbarin Herta Köhler war von dem Auftritt der Kinder begeistert. „Das habt ihr toll gemacht! Danke, dass ihr da gewesen seid“, sagte Köhler, für die eine Spende für den guten Zweck selbstverständlich ist.

Von Alisa Kannapin

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