„Die Beschäftigung mit dem Bogen soll Spaß bereiten“

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Andreas Schmidt weiß genau, worauf es beim traditionellen Bogenschießen ankommt. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Das intuitive, traditionelle Bogenschießen ist eine Sportart mit vielen Vorzügen. Es kann im Alltag helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und damit den Fokus auf konkrete Ziele und das wirklich Wichtige zu setzen, stellt aber auch eine ganzheitliche Ertüchtigung für Körper, Geist und Seele dar, weiß Andreas Schmidt.

Er unterrichtet bereits seit 30 Jahren die Kunst des traditionellen Bogenschießens und vermittelt sein Wissen überwiegend im Rahmen der Interessengemeinschaft „Schützen vom Tal“, bei der seit einigen Jahren auch Stefanie Duhm eine treibende Kraft ist. Die junge Frau betreibt den Sport seit sechs Jahren. Die beiden Bogen-Spezialisten aus Rummenohl unterrichten darüber hinaus regelmäßig in Zusammenarbeit mit der VHS Volmetal im Fitnessstudio „Injoy“ in Dahlerbrück, wo die neue Anfänger-Gruppe jetzt ihre erste Stunde hatte. Andreas Schmidt und Stefanie Duhm betreuen möglichst nicht mehr als sechs bis acht Teilnehmer, wobei in der aktuellen Gruppe ausnahmsweise neun Personen mitmachen.

„Es ist unser Anspruch, uns um jeden einzelnen Teilnehmer individuell zu kümmern“, erklärt Andreas Schmidt. Die angehenden Bogenschützen erhielten im Rahmen der VHS-Kurse eine besonders hohe Qualität, so Schmidt. Da können andere Kursangebote mit 20 oder 30 Teilnehmern, wo es nur darum gehe, Geld zu verdienen, nicht mithalten, ist Schmidt überzeugt. In der Technik des intuitiven Bogenschießens stecke eine Philosophie, die nicht einfach an einem Wochenende konsumierbar und zu erlernen sei. „Viele, die die Kunst des Bogenschießens aus kommerziellen Erwägungen heraus unterrichten, ermitteln vorher noch nicht einmal, wo sich bei den Schülern das dominante, also das bessere Auge befindet“, sagt Schmidt. Das sei aber Voraussetzung, um diese traditionsreiche Schießkunst überhaupt korrekt erlernen zu können.

Das Wichtigste beim traditionellen Bogenschießen sei nicht, wie bei der sportlichen Variante, der Wettkampf. „Die Beschäftigung mit dem Bogen soll Spaß und Freude bereiten und dem Einzelnen einen körperlichen und mentalen Nutzen bringen“, stellen die beiden Bogen-Spezialisten klar.

Für die VHS-Kurse mit Andreas Schmidt und Stefanie Duhm können sich erst wieder gegen Ende des Jahres neue Teilnehmer melden, denn die ersten zwei bis drei Unterrichtseinheiten sind die wichtigsten. „Wer da nicht mit dabei war, kann nicht einfach mittendrin einsteigen, ohne die Grundlagen zu beherrschen“, betont Andreas Schmidt. Wer sich für das intuitive Bogenschießen interessiert, könne sich allerdings dennoch unter 0 23 37 / 87 94 an Schmidt wenden, denn innerhalb der Interessengemeinschaft „Schützen vom Tal“ gebe es immer Möglichkeiten, mit dem intuitiven Bogenschießen zu beginnen. Die Gemeinschaft verfüge unter anderem über ein idyllisch gelegenes Freigelände im Sterbecker Tal sowie über eine eigens für das Bogenschießen zur Verfügung stehende Halle, falls das Wetter mal nicht so gut sein sollte. Grundsätzlich sei die Sportart für Menschen jeden Alters geeignet. Weitere Informationen gibt es auf http://www.as-wamputah.de. ▪ Björn Othlinghaus

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