Stauraumkanal wird bis zu 240.000 Euro kosten

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Bernd Patzke vom Ingenieurbüro Patzke (Mitte) informierte den Bau- und Planungsausschuss über den Neubau des Stauraumkanals Löh.

Schalksmühle - „Wir werden uns ankündigen und wir sind auch telefonisch erreichbar.“ Eine Art Bürgersprechstunde stellte Bernd Patzke, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Patzke aus Soest, am Montag im Bau- und Planungsausschuss für die Anwohner der Straße Löh, in der ab kommendem Frühjahr der Stauraumkanal erneuert werden soll, in Aussicht.

„Wir rechnen mit einer Bauzeit von zwei bis zweieinhalb Monaten“, erläuterte der Ingenieur. An Kosten seien 200.000 bis 240.000 Euro für die Maßnahme veranschlagt. Gebaut werde unter Vollsperrung der Straße.

Derzeit seien in der Straße Betonrohre der Dimensionen DN 300-400 verbaut. Für auftretende Starkregenereignisse sei jedoch ein Stauraumkanal DN 800 notwendig, um die temporäre Wasser-Rückhaltung zu gewährleisten und einen Austritt von Abwasser aus den Schächten zu verhindern.

Die Ursprungsidee, den Kanal in gleicher Lage des alten zu erneuern, sei letztlich verworfen worden, da dieser überwiegend im Gehwegbereich unterhalb der Versorgungsleitungen liege und Erd- und Verlegearbeiten dadurch teurer würden. Das Büro habe sich daher entschieden, den neuen Kanal in einer parallelen Trasse zu bauen. Verbaut werden sollen langlebige Steinzeugrohre.

Wie der Ingenieur ausführte, wird für die Dauer der Maßnahme weder Durchgangs- noch Busverkehr durch die Straße möglich sein. „Eingeschränkt wird es über das Baumanagement möglich sein, dass die Anlieger zu ihren Anwesen kommen.“ Parkfläche für die Anwohner außerhalb der Straße zu schaffen, mahnten die Ausschussmitglieder an.

Mindestens zweimal pro Woche werde das Büro vor Ort sein, versprach Bernd Patzke. Über die Zuwege der Baufahrzeuge sei auch ein Zugang des Baustellenbereichs für Rettungsfahrzeuge gegeben. Bedenken gegen Steinzeugrohre meldete Ortwin Schmidt an, der sich für Polyethylenrohre aussprach. Eine mögliche Ablagerungsproblematik beim Material erkannte die Gemeinde indes nicht.

Wie Oliver Emmerichs (Fachbereichsleiter Bauverwaltung) ausführte, entstehen den Anwohnern durch die Kanalsanierung keine Kosten. Lediglich bei Schäden an den Hausleitungen, deren Untersuchung die Gemeinde den Anwohnern im Zuge der Baumaßnahme empfiehlt, können Kosten anfallen. Gespräche mit der MVG bezüglich einer geänderten Route müssen noch geführt werden.

Unter Berücksichtigung der von Ortwin Schmidt geäußerten Vorbehalte gegenüber dem verwendeten Material sprach sich der Ausschuss einstimmig für die Maßnahme und die Bereitstellung der notwendigen Mittel aus.

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