Nach Überschwemmungen

Sperrmüll: Container und eine Extra-Abfuhr

Hochwasser - Aufräumen - Müll - Sperrmüll
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Der Spermüll stapelt sich unter anderem an der Bahnhofstraße. Es gibt nach dem Hochwasser viel Müll, der entsorgt werden muss.

Die Verwaltung hat schnell reagiert und an der Bahnhofstraße, am Bauhof sowie im Glörpark einen beziehungsweise zwei Container aufstellen lassen, um den Menschen die Möglichkeit zu bieten, den durch das Hochwasser entstandenen (Sperr-)Müll schnell entsorgen zu können.

Schalksmühle - „Die Container sind voll“, sagt Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Soziales, am Montag, „sie werden durch leere Container ausgetauscht“. Als unbürokratische Hilfe kann man aber ebenso ansehen, dass die Gemeinde das Entsorgungsunternehmen angewiesen hat, einmal außer der Reihe den Sperrmüllwagen fahren zu lassen.

Die Container sind voll.

Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Soziales

Dabei werde ohne Anmeldung der Sperrmüll abgeholt und – ausnahmensweise – auch blaue Abfallsäcke, von denen viele an die Straßen gelegt wurden. Autoreifen oder gar irgendwelche Chemikalien werden nicht mitgenommen, verdeutlicht Silvia Gonzalez. Die Sperrmüllentsorgung, die am Montag durchgeführt wurde, betraf die Bereiche Bahnhofstraße, Glörpark und teilweise auch die Klagebach sowie die anderen Bereiche an der Volmestraße. Normalerweise wird die Sperrmüllabfuhr nach Online- oder Kartenanmeldung dienstags durchgeführt. Dabei werden auch keine blauen Müllsäcke mitgenommen, sondern nur die, die in der Verwaltung herausgegeben werden.

Die bereitgestellten Container waren schon am Montag voll. Sie wurden durch leere ersetzt, denn nach wie vor gibt es viel Müll zu entsorgen.

Noch nicht wieder freigegeben ist die Rathaus-Tiefgarage. Die Fachbereichsleiterin schätzt, dass die Tiefgarage im Laufe dieser Woche wieder nutzbar sein wird. Beim Bau des Gebäudes wurden zwar auch Überschwemmungen und Hochwasser einkalkuliert. Zudem verfügt die Gemeinde über eigene Pumpen, mit denen das Wasser hinaus befördert wird. Und auch die Freiwillige Feuerwehr setzt ihre ein. Doch das muss langsam geschehen, damit nicht zu schnell Wasser eindringt und dadurch vielleicht Schäden am Gebäude entstehen.

Darüber hinaus müsse auch die Elektrik in der Tiefgarage überprüft und gecheckt werden, ob alles noch funktioniert. Doch während die Tiefgarage im Laufe dieser Woche voraussichtlich wieder angefahren und genutzt werden kann, dürfte das bei den Brücken über den Volme-Bach, der kurzzeitig zu einem reißenden Strom wurde, vieles unterspülte und Gebäude unter Wasser setzte, noch einige Zeit mehr in Anspruch nehmen.

Brücken werden untersucht

Experten beziehungsweise Statiker haben zwar schon die Brückenbauwerke in Augenschein genommen, doch müssen sie für eine Beurteilung unter die Brücken kommen, um sie untersuchen zu können. Dies war angesichts des hohen Pegelstandes der Volme in den letzten Tagen nicht möglich. Dies trifft sowohl auf die Bauwerke der Gemeinde zu als auch für die, die vom Landesbetrieb Straßen.NRW unterhalten werden. So wird wohl noch für einige Zeit der Verkehr auf der Volmestraße (B 54) an der Stelle einspurig auf der Hangseite vorbeigeleitet, wo die private Brücke der Firma Falkenroth weggebrochen ist. Die Verkehrsregelung dort erfolgt durch eine Ampelanlage.

Das Entsorgungsunternehmen führt einmal außer der Reihe eine Abfuhr durch und nimmt ausnahmsweise auch blaue Müllsäcke mit.

Für alle anderen Brücken über die Volme gilt bis auf Weiteres ein Verbot für Schwerlastverkehr. Und auch Pkw dürfen die Brücken nur im Schritttempo befahren, sofern sie nicht vorsorglich gänzlich gesperrt werden mussten. Untersuchungen werde es auch an der Worthstraße geben, erklärt Silvia Gonzalez, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis nach dem Hochwasser wieder einigermaßen Normalität einkehren wird.

Spendenaktionen für Unwetteropfer

Die Gemeinde Schalksmühle nimmt Spenden für die Opfer der Unwetter-Katastrophe an. Für die betroffenen Schalksmühler wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Mit dem Verwendungszweck „Spende Unwetter“ kann an das Konto bei der Sparkasse Lüdenscheid DE89 4585 0005 0000 0507 73 gespendet werden. Mit „Spende Freiwillige Feuerwehr“ kann auch an die Einsatzkräfte gespendet werden. Quittungen können ausgestellt werden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück weist auf die Spendenaktion „Hochwasserhilfe“ des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg hin. Die Spenden kommen Geschädigten in der Region zu. Unter www.evangelisch-im-sauerland.de gibt es weitere Infos.

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