Startschuss für neuen Volmetalradweg

+
Freuen sich auf den Volmetalradweg (von links): Dieter Dzewas (Bürgermeister Lüdenscheid), Jens Ebener (Büro ASS), Dr. Bernd Eicker (Bürgermeister Halver), Jörg Schönenberg (Bürgermeister Schalksmühle), Frank Emde (Bürgermeister Kierspe) und Friedrich Rothaar (Stadt Meinerzhagen).

Schalksmühle - Das „Autofreie Volmetal“ hat am vergangenen Sonntag noch gezeigt, wie gut die Bürger auf zwei Rädern, zu Fuß oder auf Inline-Skates unterwegs sind. Wer die Chance verpasst hat, von der Volmegemeinde bis nach Meinerzhagen zu radeln, hat spätestens 2020 wieder die Möglichkeit dazu. Denn bis dahin soll der Volmetalradweg fertig sein.

Am Freitag unterschrieben die Bürgermeister der fünf beteiligten Kommunen die Rahmenvereinbarung mit Straßen.NRW.

Die Begeisterung über das große, die Kommunen verbindende Projekt war den Bürgermeistern Jörg Schönenberg (Schalksmühle), Dr. Bernd Eicker (Halver), Frank Emde (Kierspe), Dieter Dzewas (Lüdenscheid) und Friedrich Rothaar, der Bürgermeister Jan Nesselrath (Meinerzhagen) vertrat, deutlich anzumerken. „Ein Highlight für die Bürger“, „besondere Bedeutung für die Region“ oder „Steigerung der Alltagsmobilität“ waren nur ein paar der Vorteile des Radweges, die im Rahmen der Unterzeichnung genannt wurden.

Der Volmetalradweg wird die Kommunen Schalksmühle, Lüdenscheid, Halver, Kierspe und Meinerzhagen über eine Länge von 21 Kilometern verbinden. Auf dem Teilstück zwischen Schalksmühle und Lüdenscheid führt der Weg über das zweite, stillgelegte Bahngleis. Dieser Bauabschnitt wird laut Bürgermeister Schönenberg bei laufendem Bahnbetrieb erstellt. „Eine besondere Herausforderung.“ Darüber hinaus sollen die Bahnhöfe der Kommunen als Radbahnhöfe ausgebaut werden. Die Federführung des Baus liegt beim Landesbetrieb Straßen.NRW, die Kosten trägt zu 100 Prozent der Bund.

Für Frank Emde ist der Radweg eine Antwort auf den demografischen Wandel: „Wir werden weiter entvölkert und mit dem Radweg schaffen wir einen Meilenstein was die Freizeitgestaltung angeht.“ Dieter Dzewas ergänzte, dass es neben dem Faktor Tourismus vor allem wichtig sei, dass die eigene Bevölkerung das Angebot annimmt: „Wenn die Jugend merkt, dass hier was los ist, orientieren sie sich nicht weg.“

Von einer Verknüpfung, die der Region zugute kommt, sprach Jens Ebener vom Planungsbüro ASS. Von der Anbindung in Meinerzhagen in Richtung Köln und der künftigen Anbindung ans Ruhrgebiet in Schalksmühle könne die Region nur profitieren.

Die Planungen für den Radweg sollen in den kommenden Monaten vertieft werden, bevor die Kommunen die Arbeiten ausschreiben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare