Stars und Sternchen im Schützenzelt

Die Klappstuhlkompanie legte einen Strip unter dem Motto „Drill bis ins letzte Glied“ hin.

SCHALKSMÜHLE ▪ Stars und Sternchen aus Heedfeld und Hülscheid sorgten am Montag einmal mehr für einen turbulenten Abschluss des Hülscheider Schützenfestes im Festzelt.

Seit jeher setzt der „Dorfabend“ einen humorvollen Schlusspunkt mit spektakulären Slapstick-, Tanz- und Comedy-Einlagen, wobei ausschließlich Mitglieder der Hülscheider Schützen sowie befreundeter Vereine auf der Bühne stehen. Nach dem Einmarsch des neuen Schützenkönigspaares Lutz Hoffmann und Sandra Resnitschek eröffnete Moderator Thomas Altmann das umfangreiche Programm.

Dieses startete wie immer mit der Tanzeröffnung durch das Königspaar, musikalisch begleitet von der Formation „Let’s Dance“ mit Frank Mario Hohnbaum am Keyboard sowie Sängerin Meike Hohnbaum.

Auf der Bühne ging es unter der wie immer fachkundigen Moderation von Thomas Altmann einmal mehr hoch her. Den Anfang machten Kinder der Realschule Schalksmühle, die mit Unterstützung der Musikschule Volmetal seit einem Jahr im Blasorchester musizieren. Sie begeisterten unter anderem mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken“, dem Kanon „Bruder Jakob“ sowie als Zugabe „Wenn der Elefant in die Disco geht“.

Danach tauchten die „Landeier“, hinter denen sich die Landfrauen verbargen, in den „tierischen Rhythmus“ eines Bauernhofes ein und tanzten ausgelassen zu den Zeilen „Heute rockt die Scheune, heute rockt das ganze Haus“. Hinter den „Echten Fründen“ verbargen sich die Mitglieder des Spielmannszuges der Hülscheider Schützen, die eine effektvolle Choreographie mit Pokertisch einschließlich illustrer Spielerrunde sowie tanzenden Riesenpokerkarten eingeübt hatten.

Der „Hülsche Alpöhi“, manchen besser bekannt unter dem Namen Jochen Reusch, schrieb dagegen die Geschichte neu. Wer hätte schon gewusst, dass sich die Hülscheider bis zur Gründung des Schützenvereins 1635 mit dem „Hülscheider Sauhorn“ verständigt haben. Natürlich konnte der Alpöhi dem wundersamen Instrument ebenso schwierige Töne entlocken wie dem Schlauchhorn oder dem Alphorn, die angeblich in der Geschichte des Ortes ebenfalls tragende Rollen spielten. Abschließend spielte der Alpöhi formvollendet auf dem Alphorn die Titel „Uf der Schafweide“ sowie die Zugabe „Am Dorfrand“.

Hören und Staunen war indes beim „Telekolleg Deutsch“ angesagt, das der Vorsitzende der Hülscheider Schützen, Holger Rutenbeck, mit viel Fachwissen leitete. Dabei wunderten sich die Zuschauer nicht nur über das Märchen „Hänsel und Gretel“ in verballhorntem Deutsch, sondern applaudierten auch dem schrillen „Nummerngirl“, das skisonnenbebrillt und mit erstaunlich maskuliner Ausstrahlung der bösen Hexe glatt die Show stahl. Während die Mitglieder der 1. Kompanie als „Die Sportboxer“ beim „Warm up“ ein schweißtreibendes Trainingstänzchen mit „begnadeten Körpern in vollendeter Harmonie“ präsentierten, ließ die 2. Kompanie alte Bekannte vom letzten Dorfabend wieder auferstehen. Unter dem hammerharten Drill von Kommandeur Daniel Krause legte die Klappstuhlkompanie einen heißen Strip unter dem Motto „Drill bis ins letzte Glied“ hin.

Die „Prärie-Coyoten“, die direkt vom Feuerwehrgerätehaus Winkeln angetrabt waren, machten die Bühne mit lustigen Aufblaspferdchen unsicher, und die AllStars, bestehend aus dem Hofstaat des letzten Schützenkönigs Ralf Meier-Böke, legte unter dem Titel „Der sterbende König“ eine kleinen Zombie-Tanznummer zu Michael Jacksons „Thriller“ hin. Das große Finale mit allen Beteiligten führte den Abend mit dem Song „We are the champions“ zu einem spektakulären Ende.

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