Stadtmarketing will Schalksmühle zu einer Marke machen

+

Schalksmühle - Aufbruchstimmung, aber noch keine konkreten Ergebnisse: In Vorbereitung der Mitgliederversammlung Anfang nächsten Jahres, bei der Vorstandswahlen und eine mögliche Satzungsänderung anstehen, und eines weiteren Treffens am 6. November unternahm der Stadtmarketing-Verein Schalksmühle am Dienstag bei einem Interessierten-Treffen im Ratssaal erste Schritte Richtung Zukunft.

„Der aktuelle Vorstand möchte den Weg frei machen für einen neuen“, umriss Bernd-Martin Leonidas, der sich seit April um das Leerstandsmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Schalksmühle kümmert, den Hintergrund der Veranstaltung. Als Auftakt auf dem Weg dorthin sei der Abend gedacht.

Vielzahl von Aktivitäten durchgeführt

Im Gespräch mit Bernd-Martin Leonidas beleuchtete Gerwart Pätsch, derzeit Vorsitzender des Stadtmarketings, den gegenwärtigen Zustand des Vereins mit 49 Mitgliedern und einem siebenköpfigen Vorstand. Elf Privatpersonen, Einzelhandel, Handwerk und Unternehmen seien im Verein vertreten. Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sponsoren und Zuschuss der Gemeinde zusammengerechnet, stehe dem Verein ein Jahresbudget von rund 12 000 Euro zur Verfügung. Für besondere Veranstaltungen wie „Schalksmühle...köstlich!“ kämen Einzelspenden hinzu. Eine Vielzahl bisher durchgeführter Aktivitäten – angefangen beim Kinderkarneval bis zur Nikolaus-Aktion – sprach Pätsch an. Auch auf das Sponsoring des Vereins ging er ein. Er persönlich wünsche sich ein Gemeindefest „Buntes Schalksmühle“, einen Bürger-Treff und einen Bürgerpreis.

Gemeinde soll Marke werden

Handlungsansätze zum Stadtmarketing legte Bernd-Martin Leonidas, der fast neun Jahre Geschäftsführer des Stadtmarketings Meinerzhagen war, der Versammlung dar. „Im Kern geht es darum, als Gemeinde eine Marke zu werden“, erklärte er. Merkmale einer solchen seien Spitzenqualität, Innovation, Alleinstellungsmerkmale, große Bekanntheit und hohe Kundenzufriedenheit und -bindung. Der Erfolg einer Marke liege unter anderem in Ehrlichkeit (auch zu sich selbst), Gründlichkeit und Verlässlichkeit, Werteorientierung und Authentizität. „Vertrauen – es gibt nichts Wichtigeres“, erklärte der Marketing-Experte.

Als Stellschraube, um bei allgemeinen Problemen wie verändertem Kaufverhalten und dem demografischen Wandel etwas in eine positive Richtung zu wenden, nannte er Investitionen in die Freizeit- und Tourismuswirtschaft. Es gelte, Projekte zu starten, die die Menschen in den Ort holen und an ihn binden. Als Beispiel nannte er den Volmetalradweg. „Wir brauchen Visionen“, ermunterte Leonidas. Durch Top-Aufenthaltungsqualität lasse sich in der richtigen Richtung vieles bewegen.

Bei der anschließenden Diskussion kristallisierte sich der Tenor „klein, fein, Spitzenleistung“ als Ziel künftiger Stadtmarketing-Aktivitäten heraus. Stärker projektorientiert zu arbeiten, stand als Wunsch im Raum.

Adventsausstellung und Frühstückstafel

Als konkrete Projektidee fand der Vorschlag, die jährliche Adventsausstellung des Schalksmühler Wohnfühlfloristen „floraloca“ am 24. November durch Kulinarisches, Kinderbetreuungs-Aktionen und mehr zu bereichern, auf Anhieb großen Anklang. Als Idee stand überdies eine Art „Frühstückstafel der Welt“, ein monatlicher Markt mit regionalen Produkten, im Raum. „Wichtig ist, dass der Stadtmarketingverein fortgeführt wird“, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare