Fazit zum Kinderkarneval

Kinderkarneval: "Schöner Erfolg" mit Abstrichen

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Schalksmühle - Zum 18. Mal fand der Kinderkarneval in Schalksmühle statt. Das neu strukturierte Stadtmarketing war zum ersten Mal für die Veranstaltung verantwortlich und musste auf einige Probleme reagieren. Jetzt ziehen sie ein erstes Fazit.

„Grundsätzlich ist alles super gelaufen. Es war ein schöner Erfolg“, heißt es vonseiten des Stadtmarketings. Vorsitzender Klaus Koopmann ist sowohl mit dem Karnevalszug durch die Bahnhofstraße, als auch mit der Feier im Jugendzentrum zufrieden. 

35 Einzelhändler beteiligten sich an dem Karnevalszug und warfen Kindern Kamelle, Popcorn und Chipstüten zu. Zur Freude der jungen Jecken, wurden ihre Taschen gut voll. Das habe vor allem daran gelegen, dass nicht nur aus den Fenstern geschmissen, sondern auch Kindern direkt etwas in die Hand gegeben wurde. So konnte gewährleistet werden, dass kein Kind mit leeren Taschen nach Hause geht. „Auch Kinder die hinten liefen, wurden die Taschen noch gefüllt.“ 

Probleme am Haltepunkt

Anders war das am letzten Haltepunkt. DJ Dirk Weiland fuhr auf dem Wagen des Zuges mit und wies mehrmals daraufhin, dass es sich um einen Kinderkarneval handelt. Er bat Erwachsene, sich zurückzuhalten. Trotzdem wurde sich vermehrt nicht daran gehalten, sodass im Sozialen Netzwerk Facebook eine Diskussion über deren Verhalten entstand. 

Die Kritik richtet sich vor allem an das Verhalten von Erwachsenen vor der Sparkasse. Aus den Fenstern der Filiale flogen Stofftiere, die jedes Kind gerne haben wollte. Doch weil die Straße an der Stelle zum einen sehr eng ist und zum anderen eine Sackgasse entsteht, weil der Zug dort endet, kamen viele Kinder gar nicht erst nach vorne – Kinder, die schon vorne waren, hatten wiederum zum Teil mehrere der begehrten Plüschtiere. 

Bei Facebook beschweren sich Eltern jedoch vor allem darüber, dass Erwachsene Kinder daran hinderten etwas zu fangen, sie teilweise schubsten und ihre Beute wegnahmen. Das findet auch Koopmann nicht in Ordnung, sagt aber: „Wir können die Eltern nicht von ihren Kindern trennen.“ Darüber habe das Stadtmarketing bereits vor Jahren schon einmal nachgedacht und „hin- und herüberlegt“. „Aber Eltern versuchen das Beste für ihre Kinder zu fangen, damit sie auch nicht benachteiligt werden. Wir können nur an sie appellieren, nicht zu streiten.“ 

Gespräche mit der Sparkasse

Es sollen aber jetzt Gespräche mit der Sparkasse stattfinden, bei denen sie gemeinsam nach einer Lösung suchen. „Enden muss der Zug an der Sparkasse.“ Eine weitere Begehung der Straßen sei nicht zulässig und wäre verbunden mit der Sperrung der Hälverstraße. Eine Lösung könne es aber sein, dass die Mitarbeiter der Sparkasse die Stofftiere verteilen, anstatt sie zu werfen. Denn auch Katharina Berker vom Stadtmarketing sagt: „Wir haben festgestellt, dass es jedes Jahr schlimmer wird an dieser Stelle.“ Sie wollen versuchen eine Lösung zu finden, „aber versprechen kann ich nichts“, sagt Koopmann. Am wichtigsten sei ihm, dass an dieser Stelle, aufgrund der Enge, keine Panik ausbricht. Im Großen und Ganzen seien die Veranstalter aber zufrieden. 

Kinderkarneval in Schalksmühle

Auch zu der Feier, die zum ersten Mal im Jugendzentrum stattfand, habe es bisher nur positive Rückmeldungen gegeben. „Wir mussten aufgrund der nicht nutzbaren Jahnturnhalle, die Feier woanders stattfinden lassen“, sagt Koopmann. Er sei aber stolz, dass nach dem Führungswechsel, auch dieses Problem gelöst werden konnte. „Wir mussten schnell improvisieren.“ Die Kinderzahl musste aufgrund der Räumlichkeiten begrenzt werden. Dafür wurden 120 kostenlose Eintrittskarten genutzt, von denen 90 wieder im Jugendzentrum abgegeben wurden. Die restlichen 30, so vermutet Koopmann, seien aufgrund von Krankheit oder des Wetters nicht gekommen. Aber auch ohne Karte seien einige da gewesen. „Die Begrenzung war in jedem Falle richtig.“ 

Wo die Feier im nächsten Jahr stattfinden wird, sei noch unklar. Dass sie im Jugendzentrum stattfand, sei sowohl eine gute Werbung gewesen, aber auch eine Einnahmemöglichkeit durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen an die Eltern. Aufgrund der Wegstrecke sowohl zum Jugendzentrum als auch zur Turnhalle, seien aber beide Orte „nicht die goldene Lösung“. Es wird sich im Laufe der Zeit zeigen, wie sich der Schalksmühler Kinderkarneval weiterentwickelt und noch verbessert.

Nachgespräch in der kommenden Woche

Nächste Woche wird es noch ein Nachgespräch geben, bei dem auch Details angesprochen werden sollen. „Es sind nur Kleinigkeiten, die wir gemeinsam verbessern wollen“, sagt Koopmann. Für Bürgermeister Jörg Schönenberg steht jedenfalls fest: Wenn wir den Kinderkarneval nicht hätten, müssten wir ihn erfinden. Er ist eine der herausragendsten Veranstaltungen des Stadtmarketings. „Ich will das Event nicht mehr missen.“

Alle Infos zum Umzug gibt's hier

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