Kirche im Wandel

St. Thomas Morus: Gemeindeleben im Umbruch

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Im Wandel: Das Gemeindeleben in St. Thomas Morus in Schalksmühle erlebt derzeit einige Veränderungen. Um die Zukunft ging es nun in einer digitalen Konferenz. 

Eine wichtige personelle Veränderung und die Auswirkungen der Corona-Pandemie wirken massiv ins Gemeindeleben hinein. Wie geht es weiter in St. Thomas Morus? Darüber haben sich Verantwortliche intensiv in einer Videokonferenz ausgetauscht.

Schalksmühle – Sandra Schnell, Gemeindereferentin der Pfarrei Christus König, hat ihr Amt zum 30. April niedergelegt. Sie arbeitet fortan als Pfarrbeauftragte im Bistum Essen und leitet die Pfarrei St. Matthäus in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde.

Im Rahmen des digitalen Kirchplatzes, einem Zoom-Meeting von Gruppenverantwortlichen und Interessierten der Katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus in Schalksmühle, die zur Pfarrei Christus König gehört, ging es am Donnerstag somit unter anderem darum, wie es mit dem Gemeindeleben nach dem Weggang von Sandra Schnell weitergeht.

Zu der Zusammenkunft hatten Pfarrer Claus Optenhöfel sowie Dr. Monika Schriever eingeladen, die die Gemeinde St. Thomas Morus derzeit im Pfarrgemeinderat vertritt. Jonas Schulte-Eickholt, der Nachfolger von Sandra Schnell, wird seine Stelle erst ab Juni 2021 antreten, bis dahin übernimmt Eva Koch die Aufgaben der Gemeindereferentin.

Sprechstunde wird kaum wahrgenommen

Eine Frage, die in diesem Zusammenhang diskutiert wurde, war der Umstand, dass Sandra Schnell bislang stets im Rahmen einer Telefonsprechstunde für die Gemeindemitglieder erreichbar war, die einmal in der Woche stattfand. In diesem Zusammenhang merkte Pfarrer Claus Optenhöfel an, dass dieses Angebot leider kaum angenommen worden sei, und stellte die Frage, ob es überhaupt notwendig sei, die Sprechstunde unter diesen Voraussetzungen noch weiterzuführen. „Schließlich ist es ja auch möglich, sich auf andere Weise auszutauschen, zum Beispiel über Online-Meetings“, erklärte Optenhöfel.

Gemeindemitglied Iris Bohmeyer wies darauf hin, dass aufgrund der wenigen Präsenzgottesdienste, die zudem wegen der Corona-Pandemie in einem begrenzten Umfang stattfinden, wenig Aktivitäten für Messdiener stattfinden könnten. „Da ist ein Jahr lang so gut wie nichts gelaufen“, stellte Iris Bohmeyer fest, die anregte, mit den derzeit drei Messdienern der Gemeinde St. Thomas Morus zumindest in Kontakt zu bleiben. Auch sei es gut, weiterhin Kinder in der Gemeinde anzusprechen, ob sie sich nicht für eine Ausbildung zum Messdiener begeistern könnten.

Präsenzgottesdienste findet statt

Pfarrer Claus Optenhöfel gab Informationen zur Durchführung von Präsenzgottesdiensten. „Seit Februar werden wieder Präsenzgottesdienste durchgeführt, wenn die Inzidenz klar unter 200 liegt“, erklärte Optenhöfel. Im Schnitt kämen zu diesen Präsenzgottesdiensten in Schalksmühle zwischen 10 und 25 Gläubige. „Da lassen sich die Abstandsvorschriften sehr gut umsetzen“, betonte der Pfarrer. Wichtig sei, dass es bei jedem Gottesdienst einen Ordnungsdienst gebe, der die Sitzplätze zuweist.

Ferner gab der Pfarrer seiner Hoffnung Ausdruck, dass eventuell im Sommer wieder Gottesdienste unter freiem Himmel stattfinden könnten. Zudem sei die Kirche täglich montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Zudem seien derzeit wenig Veranstaltungen möglich. Lediglich hin und wieder fänden Treffen zur reinen Religionsausübung mit gebührenden Abständen statt. „Darüber hinaus hat die Bücherei in Schalksmühle geöffnet, allerdings vorwiegend zum Bringen und Abholen von Medien“, so Optenhöfel.

Änderungen beim Pfarrgemeinderat

Ein weiteres wichtiges Thema sind die Pfarrgemeinderatswahlen am 6. und 7. November 2021. „Bei den Wahlen im Herbst werden nur noch Pfarrgemeinderäte gewählt, jedoch keine Gemeinderäte mehr“, erklärte Pfarrer Claus Optenhöfel. Der Grund hierfür sei, dass viele kleine Gemeinden es einfach nicht mehr schaffen, einen eigenen Gemeinderat zu bilden. Stattdessen sei es aber fortan möglich, Teams zu bilden, die der Pfarrgemeinderat formal in Arbeit setzt.

„Diese Teams können sich entweder mit einem Fokus für weiter gefasste Aufgaben bilden, aber auch kleinere, fokussiertere Projekte wie zum Beispiel die Organisation eines Gemeindecafés umsetzen“, erklärte der Pfarrer. Auch sei es zum Beispiel möglich, ein Team für die Durchführung von Gemeindejubiläen oder anderen Veranstaltungen und Ereignissen zu bilden, die nur hin und wieder auftreten. Der Fantasie seien hier kaum Grenzen gesetzt.

Abschließend machte ein Diskussionsteilnehmer den Vorschlag, Einzelpersonen und Familien in Quarantäne seitens der Gemeinde anzubieten, für sie den Einkauf zu übernehmen. Hierzu meldeten sich spontan zahlreiche Freiwillige, die Einkäufe für Bedürftige durchführen wollten. Wer sich in Quarantäne befindet und das neue Angebot der Gemeinde St. Thomas Morus in Anspruch nehmen möchte, kann unter Tel. 0 23 53/37 30 mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen.

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