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Sportunterricht fällt aus: Vorwurf an die SGSH 

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Von: Carolina Ludwig

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Der Sportunterricht musste ausfallen.
Der Sportunterricht musste ausfallen. © Jan Woitas

„Es kann nicht sein, dass Unterricht ausfällt, weil wir nachlässig waren“, stellt André Krause, stellvertretender Vorsitzender der SGSH, klar.

An der Primusschule war der Sportunterricht ausgefallen, weil die Sportler die Turnhalle nicht in einwandfreiem Zustand hinterlassen hatten.

In einer angeblich von Schülern verfassten Nachricht an die Redaktion wurde die SGSH um mehr Rücksicht gebeten und Verschmutzungen der Halle und zerbrochene Bierflaschen kritisiert. Nachfragen bei der Gemeinde als Schulträger und der Primusschule ergeben: Von dieser Nachricht weiß niemand etwas, weder die Schulleitung, noch die Lehrerinnen der Klassen, von denen die Nachricht stammen soll, können und wollen sich dazu äußern. „Wir klären das intern und sind mit den Vereinen im Gespräch“, heißt es aus dem Rathaus.

Etwas Licht ins Dunkel bringt der stellvertretende Vorsitzende der SGSH. Anfang der Woche sei er von der Gemeinde informiert worden, dass der Sportunterricht ausfallen musste. „Grund dafür war, dass die Tribüne nicht wieder eingefahren wurde und vor dem Treppenaufgang Bretter fehlten. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts, die dürfen dann keinen Sport machen“, erklärt Krause. Vor dem Halleneingang hätten zudem Bierflaschen gestanden, einige seien zerbrochen. Dass diese Überbleibsel des Kinderhandball-Spiels seien, bezweifelt er, die Mannschaften seien trotzdem darauf hingewiesen worden.

Grund dafür war, dass die Tribüne nicht wieder eingefahren wurde und vor dem Treppenaufgang Bretter fehlten. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts, die dürfen dann keinen Sport machen.

Stellevertretender SGSH-Vorsitzender André Krause zum Unterrichtsausfall

Am Sonntag habe die D-Jugend in der Halle gespielt und danach tatsächlich versäumt, die Tribünen wieder einzufahren. „Das war keine böse Absicht, die dachten, da kommt noch ein Spiel“, erklärt Krause. Dass deswegen gleich der gesamte Sportunterricht ausfällt, kann er nicht nachvollziehen. „Das ist in weniger als fünf Minuten erledigt. Oder man ruft an und fragt, ob mal eben einer vorbeikommt“, sagt er. Stattdessen seien in einer Rundmail der Schulleitung alle Eltern über den Unterrichtsausfall informiert worden, eine direkte Kommunikation zum Verein habe es nicht gegeben. „Deswegen gehe ich davon aus, dass das nicht zum ersten Mal vorgekommen ist. Das war vielleicht eine berechtigte Trotzreaktion“, sagt Krause.

Intensiv im Verein thematisiert

Die Schuld für den Unterrichtsausfall weisen die Handballer allerdings nicht von sich. Krause wolle noch persönlich um Entschuldigung bei der Schulleitung bitten, und in dieser Woche sei das Thema intensiv im Verein und mit den Mannschaften besprochen worden. „Wir nehmen das sehr ernst. Das kann’s ja nicht sein, wir wollen die Halle in dem Zustand verlassen, in dem wir sie vorgefunden haben“, betont Krause. Man arbeite an einem Konzept, um die Halle jeweils sonntagabends zu kontrollieren.

Auch den Imageschaden, den die SGSH dadurch erleide, hat er im Blick. „Das sind genau die Kinder, die wir erreichen wollen“, sagt er. „Wir reißen uns ein Bein aus und gehen in die Schulen und Kindergärten. Das wird dadurch alles in ein schlechtes Licht gerückt.“ cl

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