Konzept für eine Sanierung

Immer ein Schritt nach dem anderen: Uneinigkeit bei der Sanierung der Sporthalle Löh

Sporthalle Löh Sanierung Schalksmühle
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Der erst Teil der Sanierung der Sporthalle Löh steht nun fest. Wie es anschließend weiter geht, ist noch nicht beschlossen.

Die Sanierung der Sporthalle Löh unterliegt keinem Zeitdruck. Das wurde im Bau- und Planungsausschuss deutlich. Die Mitglieder waren sich beim Konzept nicht ganz einig, was zu Verzögerungen der Maßnahme führt.

Schalksmühle - Fest steht: In den kommenden zwei Jahren und bereits in 2020 investiert die Gemeinde rund 1,6 Millionen Euro in die Sanierung. Insgesamt denken die Verantwortlichen an die Wirtschaftlichkeit und Verträglichkeit der Arbeiten.

Das Ziel, bis zur Haushaltseinbringung 2021 mit dem Maßnahmenkonzept sowie mit der Kostenplanung fertig zu sein, wurde erreicht. Die Inhalte wurden im Ausschuss vorgestellt.

Die Kosten

Insgesamt berechnen sich die Gesamtkosten für die ersten Arbeiten für 2021 auf 785 000 Euro und für 2022 auf 316 000 Euro. Im Haushaltsentwurf für dieses Jahr sind in diesen Summen jeweils 20 000 Euro als Regelsatz, eine Sicherheitseinlage für mögliche Instandhaltungskosten, eingerechnet.

Zudem ergab sich eine Kostensteigerung für 2021 von insgesamt 140 000 Euro, unter anderem durch die zusätzliche Berücksichtigung des Austausches der Hallenlüftung und der Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf LED, und von 36 000 Euro für das Foyer (» Infokasten).

Das Konzept

In der Sitzung stellte Ursula Trimpop vom Lüdenscheider Büro MTT das Konzept vor. Die Architektin wies dabei darauf hin, dass man sich zunächst nur mit den Nebenräumen und nicht mit der Halle an sich beschäftigt habe. Diese werde in weiteren Schritten in den kommenden Jahren angegangen. Hierzu erklärte Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes, dass die Schritte auf Grundlage von Gesprächen mit den langjährigen Nutzern der Halle, dem DRK und dem Kreis entstanden sind. Bürgermeister Jörg Schönenberg sagte, dass er grundsätzlich hinter dieser Entscheidung stehe. Es bestehe die Möglichkeit, bestimmte Schritte zu verschieben oder vorzuziehen, wenn dies der Entwicklung entspricht. Aber die Sanierung des kompletten Sanitärbereichs sei unverzichtbar. „Dort ist es Zeit, etwas zu tun. Doch wir müssen uns auch später mit der Halle und der Tribüne beschäftigen.“

Die Schadstoffe

Die Sanierung erfolgt demnach in drei Bereichen. Zum einen im Erdgeschoss der Turnhalle (unterste Ebene) im Bereich der Umkleiden, zum anderen im 1. Obergeschoss (auf Hallenebene) und zuletzt im 2. OG auf Straßenebene im Foyer. „Dabei ist die Schadstoffbeseitigung ein großes Thema“, sagte Ursula Trimpop. So werden auf der untersten Ebene mit Umkleidebereich die Flurwände und die Wände in den Umkleiden komplett vom belasteten Buntsteinputz einschließlich des Unterputzes befreit und neu verputzt. Zudem werden die Metalldecken in den Duschen, die belasteten Holzdecken in den Umkleiden und die Gipsdecke im Flur entfernt und ersetzt. Der Bürgermeister betonte an dieser Stelle ausdrücklich, dass von den betroffenen Elementen solange keine Gefahr ausgehe, bis an ihnen gearbeitet werde.

Der Gemeinderat

Auf Nachfrage von Lutz Schäfer (SPD) erläuterte UrsulaTrimpop, dass in der Kostenplanung noch nicht die Maßnahmen für den Brandschutz eingeplant seien. Die Begründung: Zu diesem Thema gebe es viele Besonderheiten, die sich erst ergeben könnten, wenn der Brandschutzexperte seine Arbeit aufgenommen habe. Wegen der Komplexität und der „enormen Kostenhöhe“ stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Jan Jellesma den Antrag, die Entscheidung über die Durchführung der Maßnahme auf Grundlage des vorgestellten Konzepts nicht dort, sondern erst im Rat zu treffen.

Jörg Schönenberg hatte dazu keine Bedenken, weil sich aufgrund der engen Terminlage kein großer Zeitverlust ergebe. Dietmar Daßler (FDP) unterstützte diesen Antrag, wollte diesen aber noch erweitert wissen. Andere Sportstätten bräuchten auch eine Sanierung. Bei Maßnahmen, wie etwa im Foyer der Sporthalle Löh, sei deshalb die Kostenfrage zu stellen. Deshalb schlug er vor, die Durchführung des ersten Schritts in diesem Jahr im Rat zu beschließen – alle weiteren aber erst, wenn deren Realisierungen auch absehbar sind.

Die Kosten

Die Kostenplanung für die Sanierung der Sporthalle Löh im Überblick:

2021: 805 000 Euro für Sanierung Umkleiden, Flure und Peripherieräume, für Austausch Hallenlüftung und für Umrüstung LED-Beleuchtung.

2022: 336 000 Euro für Foyer und 120 000 Euro für Prallschutz.

2023: 100 000 Euro für Verbindungs- und Fluchtweg.

2024: 260 000 Euro für die Tribüne.

Insgesamt: 1 621 000 Euro

Der Verwaltungschef erklärte auf Anfrage von André Krause, Fraktionsvorsitzender der CDU, dass sich durch diesen Antrag am ersten Schritt nichts ändere, die anderen aber in 2022 weiter angegangen werden könnten. Der Ausschussvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der UWG ergänzte dazu, dass die Beratung des zweiten Schritts im Zuge des Haushaltes 2022 im Herbst 2021 notwendig werde.

Kompletter Neubau ist nicht erforderlich

Auf die Frage des CDU-Vorsitzenden, wann denn der Hallenboden und die Tribüne in den Fokus rücken würden, erklärte Oliver Emmerichs, Leiter der Bauverwaltung, dass dieser Thema im Haushalt 2023 sein wird. Man habe ihn bereits behandelt, die Stumpfheit des Untergrundes, die die Schule bemängelt habe, sei damit behoben. Ein kompletter Neubau sei derzeit nicht erforderlich. Er gab zu bedenken, dass die Gefahr bestünde, dass der Schwingboden bei den Arbeiten Schaden nehme und erhebliche Kosten die Folge wären.

Das Gremium empfiehlt dem Rat einstimmig, die Durchführung der Maßnahmen auf Grundlage des vorgestellten Konzeptes unter Berücksichtigung der genannten Änderung zu beschließen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen.

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