Ausschuss trifft Entscheidung

Sporthalle Löh: Keine Förderung ist kein Hindernis

Sporthalle Löh Schalksmühle
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Die Mängel müssen und werden beseitigt: Für die Sanierung der Sporthalle Löh machten die Mitglieder des Hauptausschusses am Montag den Weg frei.

Die Gemeinde Schalksmühle setzt die dringend notwendige Sanierung der Sporthalle Löh ohne Fördermittel des Landes um. Das ist das Ergebnis des Hauptausschusses.

Schalksmühle – Nachdem sich mehr als zwei Drittel der Ratsmitglieder aufgrund der pandemischen Lage dafür ausgesprochen hatten, die Befugnisse des Rates auf den Hauptausschuss zu übertragen, fasste dieser am Montag bei seiner Sitzung im Ratssaal einstimmig den Beschluss, die Sanierung der Sporthalle auch ohne die beantragte und nicht bewilligte Landesförderung durchzuführen.

Die entstandene Deckungslücke soll durch eine Rückstellung, die im Rahmen der Bilanz 2020 gebildet wurde, kompensiert werden. Wie berichtet, hatte die Verwaltung auf eine Förderung aus dem Paket „Investitionspakt zur Förderung der Sportstätten“ in Höhe von 400 000 Euro gehofft. Entsprechende Einnahmen waren im Haushaltsplan 2021 eingestellt worden. Inzwischen steht fest, dass die Gemeinde diese Summe nicht erhalten wird.

Schadstoffbeseitigung ist wichtig

Nichtsdestotrotz ist die Sanierung der Sporthalle, die bis 2022 in mehreren Abschnitten umgesetzt werden soll, zwingend erforderlich. Schadstoffbeseitigung ist dabei ein wichtiges Thema. Die Gemeinde geht davon aus, dass für die Sanierung rund 1,6 Millionen Euro in die Hand genommen werden müssen.

Übereinstimmend zeigten sich die Ausschussmitglieder erfreut darüber, dass die Sanierung der Halle nun auch ohne die Landesförderung in Angriff genommen werden soll. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Finanzierung zu sichern“, meinte Jan Jellesma (SPD). Eine Ortsbesichtigung habe gezeigt, wie wichtig die Sanierung der Sporthalle Löh sei .

Besichtigung

Bereits im Februar 2020 schauten sich die heimischen Politiker und Verwaltungsmitarbeiter die Sporthalle Löh im Rahmen einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses an. Primusschülerin Naemi Siol war damals mit dabei und zeigte den Anwesenden, was dringend in Ordnung gebracht werden sollte. Darunter waren die maroden Umkleidekabinen, der veraltete Sanitärbereich mit schmutzigem Wasser sowie defekte Fenster und Türen. Hinzu kamen Verunreinigungen inner- und außerhalb des Gebäudes. 

„Glücklich, dass das auf den Weg gebracht worden ist“, zeigte sich ebenso André Krause (CDU). Allerdings sei es wünschenswert, Beratungen wie diese zu führen, bevor der Rat dem Haushalt zustimmt. „Wat mutt, dat mutt“, zitierte Klaus Nelius (UWG) ein plattdeutsches Sprichwort, um die Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahme zu unterstreichen. Nach Fördermöglichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt der Maßnahme erkundigte er sich. „Teilweise greifen einzelne Bauabschnitte ineinander“, beantwortete Oliver Emmerichs, Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung, seine Frage. Große Hoffnung auf Förderung mache er sich nicht, was aber nicht heiße, dass die Verwaltung es nicht noch einmal versuchen werde.

Was das Thema „rechtzeitig“ und „Haushalt“ angehe, sei es aufgrund von Überschneidungen nicht möglich gewesen, dies zu bewerkstelligen, erklärt Emmerichs. „Man hätte nicht ohne Weiteres den Haushalt umstellen können“, sagt er.

Frage zu konkretem Start der Sanierung

Für den konkreten Start der Sanierungsmaßnahme interessierte sich Jan Schriever (FDP). „Wir haben gefühlt Zeit verloren“, meinte er. „Wann geht’s los?“ Die Ausschreibung sei fertig, antwortete Oliver Emmerichs. Von zwei bis vier Wochen Ausschreibungszeit war die Rede. Bürgermeister Jörg Schönenberg ergänzte, dass er mit einem Start der Sanierung in den Sommerferien rechne. In der Halle, die derzeit leer stehe, habe sich seit Längerem ein Sanierungsstau gebildet. Priorität am Löh habe jedoch die Primusschule gehabt. „Wir wollten keine zwei Großbaustellen.“ Die Schule sei in der laufenden Baustelle weiter gelaufen. Alles sei in enger Abstimmung mit der Schulleitung geschehen. „Die Sanierung ist dringend notwendig. Das wird ein Millionenprojekt“, so Schönenberg.

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