Spitzenpreise für gutes Holz

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Hubertus Bierkoch (l.) informierte die Waldbesitzer über den Holzmarkt. Von der Gemeindeverwaltung nahm Christiane Dix an der Versammlung teil, die der Vorsitzende Folker Schnepper (r.) leitete. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Über rege Nachfrage und kontinuierliche Preissteigerung beim Holzverkauf berichtete Revierförster Hubertus Bierkoch. Die Forstbetriebsgemeinschaft Schalksmühle traf sich zur Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses an der Spormecke.

Für die tätige Mithilfe wurde auf Antrag des Vorstandes der Grundpreis des Beitrages um einen Euro pro Hektar für Waldbesitzer erhöht (Beförsterung). Die Holzverkaufshilfe für das zu vermarktende Holz wurde um zehn Cent pro Festmeter erhöht. In den vergangenen drei Jahren deckten die Zahlungen nicht mehr die Aufwendungen. So wurden sie aus den Reserven ergänzt. Nach reiflicher Überlegung war der Vorstand zu dem Entschluss gelangt, dass diese Erhöhung unausweichlich sei, so Vorsitzender Folker Schnepper. Der Haushaltsplan wurde vorgestellt und von den Mitgliedern angenommen. Dietmar Trimpop nahm die Wahl zum neuen Kassenprüfer an, nachdem dem Vorstand Entlastung erteilt worden war.

Bierkoch gab für die positive Tendenz, die seit 2009 anhält und nur kurz unterbrochen wurde durch Sturm Xyntia, Zahlen bekannt. „Die Nachfrage von Seiten der hiesigen Sägewerksindustrie übertraf bei weitem das Angebot an Rundholz durch den Waldbesitz.“ Mit 92 Euro pro Festmeter für das Leitsortiment im vierten Quartal 2010 steht der Preis auf dem höchsten Niveau seit 20 Jahren.

2010 wurden im Revier Schalksmühle rund 96 000 Festmeter Holz eingeschlagen und verkauft. Im Laubholz wurden 1300 Festmeter geerntet. Die starke Nachfrage nach Energieholz hat die erhebliche Steigerung bewirkt. Im Bereich Eichenstammholz mit schwacher Qualität wurden circa 135 Festmeter zum Preis von rund 75 Euro pro Festmeter verkauft. Der Anteil des selbst vermarkteten Brennholzes wird auf rund 1500 Festmeter geschätzt. Buche verzeichnete kaum Nachfrage und wurde deswegen nicht geschlagen.

Auch an Kirsche und Ahorn bestehe derzeit kaum Interesse, sagte Bierkoch. Auf Versteigerungstermine wurde im letzten Jahr aufgrund geringer Nachfrage von Seiten der Holzindustrie verzichtet. 2010 wurden 20 000 Fichten auf circa acht Hektar Windwurffläche gepflanzt. Damit sind die meisten Kyrillflächen wieder bestockt. Allerdings gab es erhebliche Probleme mit Wildverbiss auf allen Flächen. Die Waldbesitzer müssen sich vor Anlage einer Kultur mit der Jagdgenossenschaft in Verbindung setzen, um eine Wildschadenregelung zu treffen. Trotz der hohen Preise rät Koch dringend zum disziplinierten Holzeinschlag. ▪ jori

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