Spielzeit kann in der Gemeinde beginnen

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Auf dem Spielplatz an der Grundschule Spormecke musste an einem Balancier-Steg ein neues Halteseil angebracht werden. Bei der Gemeinde ist Andreas Mikoleit (links) für die Spiel- und Bolzplätze zuständig. Peter Kappel vom Bauhof brachte das neue Seil an.

Schalksmühle - Wenn das Wetter wieder besser wird, zieht es Kinder und Eltern oft auf die Spielplätze in der näheren Umgebung. Damit dort auch richtig gespielt werden kann, bringt die Gemeinde in diesen Tagen die Plätze auf Vordermann. Dabei werden Geräte repariert und/oder ausgetauscht. Bei der Verwaltung ist Andreas Mikoleit vom Fachbereich Planen und Bauen für die 26 Spielstätten und 13 Bolzplätze zuständig.

Einmal im Monat werden die Plätze durch Mitarbeiter des Bauhofs überprüft. „Das sind dann sogenannte Sicht- und Funktionskontrollen, bei denen geschaut wird, ob sich Gefahrenquellen auf dem jeweiligen Platz befinden. Das können Schäden durch Vandalismus oder Überanspruchung sein“, erklärt Mikoleit.

Das Vandalismusproblem tritt immer wieder auf. Auf dem Spielplatz Im Winkel wurden vor einiger Zeit die Holzstäbe einer Treppe durchgeschlagen. „Die haben wir durch Metallstäbe ersetzt. Da haben wir einen Kompromiss gesucht, denn Metall sieht zwar nicht so schön aus wie Holz, hält aber länger.“

Die Plätze, an denen es häufig zu Schäden kommt, wechseln ständig. „Das sind dann für einen recht kurzen Zeitraum Brennpunkte. Nach ein paar Monaten orientieren sich die meist jugendlichen Gruppen um und es herrscht wieder Ruhe.“ Um vorzubeugen, achtet die Gemeinde beim Kauf von neuen Spielgeräten darauf, dass sie zum Teil aus Kunststoff oder Metall sind. „Die sind dann vandalismussicherer“, erklärt Mikoleit.

Damit durch die Schäden keine spielenden Kinder und andere Personen verletzt werden, führt die Gemeinde regelmäßige Kontrollen durch. Dazu gehört unter anderem auch eine Sicherheitsüberprüfung, die alle drei Monate stattfindet und von einem darauf spezialisierten Unternehmen übernommen wird. Die Kontrollen kosten die Gemeinde pro Jahr rund 10 000 Euro. Dazu kommen bis zu 15 000 Euro im Jahr für die Unterhaltung, Reparatur und Pflege der vorhandenen Spielgeräte sowie die gleiche Summe für die Neuanschaffung von Geräten. Die Kosten zur Reparatur von Vandalismusschäden variieren von Jahr zu Jahr und können in Extremfällen bei bis zu 5000 Euro liegen.

Wenn Spielgeräte kaputt sind oder davon ausgegangen werden muss, dass etwas passieren könnte, ist die Gemeinde aufgrund der Verkehrssicherungspflicht dazu angehalten, die Anlagen zu sperren. „Wir müssen die Bürger in solchen Fällen um Verständnis bitten. Aber wenn Reparaturen durchgeführt werden müssen, sind wir verpflichtet, nur Ersatzteile von den Herstellern zu verwenden, sonst wird dafür keine Haftung übernommen. Das gilt selbst für kleinste Schrauben“, erklärt Mikoleit. „Das ist natürlich vor allem im Sommer blöd, aber wir bemühen uns, die Geräte sicher zu halten.“ Dass die Anlagen meist für mehrere Wochen gesperrt bleiben, liege oftmals daran, dass es zum Teil vier bis sechs Wochen dauere, bis die Ersatzteile vom Hersteller kommen, der die Teile nicht auf Lager hat.

Gestern begonnen Mitarbeiter des Bauhofs damit, in Wielsiepen eine Spielkombination aufzubauen sowie im Glörpark, an der Viktoriastraße und in Linscheid neue Schaukeln zu installieren. In Hülscheid können Kinder bald auf einer Vogelnest-Schaukel spielen und am Spielplatz an der Grundschule Spormecke wurde bereits ein Halteseil ausgetauscht.

Von Alisa Kannapin

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