Sperrung der Klagebach verlängert

Die Sperrung der Klagebach dauert an.

Schalksmühle - Die seit Wochenbeginn laufenden Ausbesserungsarbeiten an der Fahrbahn in der Klagebach verzögern sich. Ursprünglich sollte der Verkehr bereits ab Montagabend wieder störungsfrei fließen können, nun ist die Straße nach Aussage des Märkischen Kreises bis Dienstagmittag gesperrt.

Damit dauert die Belastung für die Anwohner des Flaßkamps an. Durch die sonst so ruhige, aber auch sehr enge Straße quält sich ein Großteil des Umleitungsverkehrs und auch die Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) werden offiziell über den Flaßkamp umgeleitet.

Haböck: „Untragbarer Zustand“

UWG-Ratsherr Harald Haböck spricht deshalb von einem „untragbaren Zustand“, der seit Montag im Flaßkamp herrscht. In seiner Funktion als Lokalpolitiker sei er von vielen verärgerten Anwohnern kontaktiert worden und habe sich das Verkehrschaos deshalb persönlich angeschaut. „Durch die MVG-Busse kommt es zu vielen gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr“, kritisiert Haböck. Weil die Straße für große Fahrzeuge nicht ausgelegt sei, müssten Ausweichmanöver häufig über die Gehwege erfolgen. „Dadurch werden nicht nur die Gehwege kaputt gefahren, sondern auch Fußgänger in erheblichem Maß gefährdet“, sagt Haböck.

Verwundert über Beschilderung

Verwundert zeigt sich der UWG-Ratsherr über die offizielle Umleitungsbeschilderung im Höhengebiet, die zwar für Autos und Lastwagen gelte, nicht aber für Linienbusse. 2013, als die Klagebach erstmals saniert wurde und dabei für einen längeren Zeitraum gesperrt war, wurden die Busse über Rummenohl umgeleitet. „Diese Pläne müssen doch noch vorhanden sein, warum hat man sie für die jetzige Baumaßnahme nicht einfach wieder aus der Schublade geholt?“, wundert sich Haböck.

"Keine andere Möglichkeit"

„Da die Baustelle relativ kurzfristig eingerichtet wurde, hatten die MVG und der Märkische Kreis keine andere Möglichkeit, als den Buslinienverkehr der MVG über den Flaßkamp zu leiten“, teilte der Kreis bereits am Dienstag mit. Allerdings ist in der Mitteilung auch zu lesen, dass die Baumaßnahme bewusst in die Herbstferien gelegt worden sei. Genau dies ärgert Haböck: „Die Baumaßnahme in der Klagebach war lange geplant für die zweite Ferienwoche im Oktober. Als Beobachter der Situation kann ich deshalb nur davon ausgehen, dass das Befahren der Gehwege und die dadurch entstehenden Gefahren und Schäden billigend in Kauf genommen werden. Die Entscheidung, den Linienbusverkehr durch den Flaßkamp umzuleiten, bedeutet immer, dass bei Begegnungsverkehr in den vielen Engstellen der Gehweg mitbenutzt werden muss. So könnte man unterstellen, das dies vorsätzlich geplant ist. Dies ist nicht akzeptabel.“

"Fast ein halbes Jahr Vorlaufzeit"

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Ursula Erkens, Pressereferentin des Märkischen Kreises, auch am Mittwoch noch einmal, die Umleitung hätte so kurzfristig eingerichtet werden müssen, dass es nicht möglich gewesen sei die Busse über Rummenohl zu leiten. „Die MVG hat uns gegenüber erklärt, sie benötige dafür fast ein halbes Jahr Vorlaufzeit. Das müssen wir so akzeptieren“, sagte Erkens.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare