Wenige Kunden

Sparkasse schließt Filialen in Schalksmühle

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Die Sparkassen-Filialen am Mollsiepen und in Dahlerbrück werden im Herbst auf den Automatenbetrieb umgestellt.

Schalksmühle - Die Sparkassen-Filialen am Mollsiepen und in Dahlerbrück werden umgestellt auf Automatenbetrieb. Die jeweils zwei Mitarbeiter wechseln in die Hauptstelle an der Hälverstraße. Mittelfristig werden die Immobilien veräußert.

Diese Entscheidung des Verwaltungsrats zur Umstellung gaben am Montag die Sparkassenvorstände Markus Hacke und Thorsten Haering bekannt. Sie gilt in gleicher Weise in Lüdenscheid für die Niederlassung an der Christuskirche.

Die Umstellung erfolge im Zeitraum zwischen September und Dezember. In Schalksmühle bedeutet das in beiden Niederlassungen, dass dort zunächst noch Überweisungen getätigt werden können, bis die Immobilien verkauft sind. Danach werde man mit klassischen Geldautomaten in der Nähe in der jetzigen Filialen präsent sein. Die Schließfachanlage vom Mollsiepen zieht um in die Schalksmühler Hauptstelle, in der die vorhandene Anlage erweitert werden soll.

Für beide Filialen gelte, dass sie mit 1,6 beziehungsweise zwei Kilometern Entfernung von der Hauptstelle nicht weit entfernt seien, so Hacke. Das komplette Beratungs- und Serviceangebot bleibe für die Kunden erhalten. Dies sei möglich entweder über das Internet, die telefonische Beratung oder auf Wunsch auch über Besuche zu Hause: „Der Kunde entscheidet weiter, wie er seine Geschäfte tätigt“, so Hacke. Es gehe nicht um den Rückzug aus der Fläche. „Wir haben ein funktionierendes Geschäftsmodell“, betont Hacke. Mit künftig 16 statt wie zuvor 19 personalbesetzten Filialen sei man nach wie vor mit Abstand stärkster Anbieter im Einzugsbereich des Zweckverbandes bei einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent und 380 Mitarbeitern.

Begründet wird der Schritt für Schalksmühle wie für Lüdenscheid mit der zunehmenden Digitalisierung. Nicht nur der reine Zahlungsverkehr, sondern auch komplexere Finanzgeschäfte würden online abgewickelt. 84 000 Aufrufe mobiler Seiten registrierte das Geldinstitut im vergangenen Jahr. 2012 waren es noch 22 000. Hinzu komme eine zunehmende Regulierung, die nicht nur die Anlageberatung betreffe, sondern ab dem kommenden Jahr mit der „Wohnungsbaukreditrichtlinie“ auch die Baufinanzierung, macht Haering deutlich. Das sei in den kleinen Niederlassungen kaum leistbar.

Angesichts einer Frequenz von weniger als 600 Kunden monatlich in beiden Schalksmühler Filialen stellen sich für die Sparkasse auch betriebswirtschaftliche Fragen. „Das Vorhalten von Personal, Technik, Räumen und Sicherheit ist nicht kostenlos.“

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