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Filmdreh am Reeswinkler Weg

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Von: Björn Othlinghaus

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Die Crew: Ein insgesamt 25-köpfiges Team unterstützt Kim Langbein bei ihrem Dreh in Schalksmühle.
Die Crew: Ein insgesamt 25-köpfiges Team unterstützt Kim Langbein bei ihrem Dreh in Schalksmühle. © Frederik Mordhorst

„Was wird denn hier schönes gedreht? Ein Werbefilm für die MVG?“ Das fragten sich Anwohner, Passanten und Autofahrer vor Kurzem in Schalksmühle. Denn Filmdrehs in der Gemeinde und dann noch auf einem Teilstück des Reeswinkler Wegs gibt es nicht alle Tage.

Schalksmühle – So war die Neugierde der Menschen groß, als sie auf das 25-köpfige Team der Kurzfilm-Produktion „Doch wie ich“ unter der Regie der Schalksmühlerin Kim Langbein stießen. Für den Dreh hatte die Firma Bleiker in Halver eigens einen Linienbus zur Verfügung gestellt, ein Teilstück des Reeswinkler Weges wurde für die Zeit der Dreharbeiten gesperrt. Die gelernte Fotografin Kim Langbein studiert derzeit an der SAE Bochum „Digital Film Production“ und wird mit „Doch wie ich“, bei dem sie nicht nur Regie führt, sondern auch das Drehbuch verfasste sowie für Kamera und Licht verantwortlich zeichnet, ihren Abschlussfilm präsentieren. Parallel dazu arbeitet sie weiterhin selbstständig als Fotografin.

„Ich möchte bei einem Film realistisch sein, nah bei den Zuschauern und nah am realen Leben“, erklärt die Filmemacherin im Garten ihres Elternhauses am Reeswinkler Weg, wo sich ihre Eltern um das Catering für die große Filmcrew kümmern. Sämtliche Szenen, sowohl Außen- als auch Innenaufnahmen, konnten in der Umgebung des Elternhauses von Kim Langbein realisiert werden, was insbesondere in logistischer Hinsicht einen großen Vorteil darstellte.

Professionelle Filmschaffende von Mitarbeit überzeugt

Im Mittelpunkt der Geschichte von „Doch wie ich“ steht das von starken Selbstzweifeln geplagte Mädchen Hanna (Hannah Brand). Durch die Bekanntschaft mit Jonas (David Warnken) lernt Hanna nach und nach, zu sich selbst und ihrer psychischen Erkrankung zu stehen. Glück hatte Kim Langbein bezüglich der drei Tage andauernden Dreharbeiten für ihren Film gleich in mehrfacher Hinsicht. Neben dem Umstand, dass ihre Eltern bereitwillig die Verpflegung übernahmen, lernte die junge Frau im Laufe ihrer Studienzeit zahlreiche professionelle Filmschaffende kennen, die sie – nicht zuletzt durch ihre eigene Leidenschaft für den Film und ihre Fähigkeit zu disziplinierter und effektiver Arbeit – davon überzeugen konnte, bei ihrem Abschlussfilm mitzuarbeiten. „Die meisten habe ich an dem ersten Filmset, an dem ich mitgearbeitet habe, kennengelernt, das war der Kurzfilm ,Napoleon‘ von Johannes Hülsemann“, erinnert sich Kim Langbein.

Hier traf die Schalksmühlerin unter anderem auf den Schauspieler Karl Drescher, der nun mit seiner Firma „Drescherdreh“ an Kim Langbeins Film beteiligt ist und dort als Produktionsleitung fungiert. „Das tolle an diesem Team ist einfach das hohe Niveau, das alle an den Tag legen“, freut sich Karl Drescher. „Die haben sogar jemanden, der ausschließlich für die Continuity zuständig ist, also dafür, Anschlussfehler zu vermeiden. Da brauche ich gar nicht mehr viel machen, weil hier Leute Hand in Hand arbeiten, die was drauf haben.“ Deshalb, ist sich Drescher sicher, werde auch der fertige Film ein Niveau erreichen, das sich hinter gängigen Fernseh- und Filmproduktionen nicht verstecken muss.

Fertiger Film soll auf Festivals präsentiert werden

Einen Beitrag dazu leistet auch die hochprofessionelle ARRI-Kamera, die der Studentin für ihren Film von ihrem Bildungsinstitut, der SAE Bochum, zur Verfügung gestellt wurde. „Dass wir hier sehr günstig drehen können, ist natürlich nicht zuletzt der Hilfe der Verwandten von Kim Langbein und der Nachbarschaft zu verdanken, die zum Beispiel mitgeholfen hat, dass Teammitglieder preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten erhielten“, fährt Karl Drescher fort. Die Hauptdarsteller – neben Hannah Brand und David Warnken spielen noch Fabio Stolp (Levin, Hannas Bruder) und Désirée Ogaj (Mutter von Hanna) mit – waren alle bereits Teil von Film- und TV-Produktionen, ebenso wie viele Crew-Mitglieder, darunter Kostümbildnerin Nancy Géron, die an Produktionen wie „Babylon Berlin“ mitwirkte.

Derzeit befindet sich der Film „Doch wie ich“ in der Post-Produktion und wird unter anderem „gegradet“, das heißt, dass der endgültige Look gestaltet wird. Im Anschluss an ihr Filmstudium möchte Kim Langbein versuchen, ihr in Schalksmühle gedrehtes Werk einigen Festivals anzubieten und es somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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