Sommerfest in trockenen Tüchern

SCHALKSMÜHLE ▪ „Wo wir sind, scheint die Sonne“ – mit dieser optimistischen und wohl auch aus der Erfahrung gewonnenen Erkenntnis gehen Thomas Wohlfahrt und seine Kollegen ans Werk. Ihr Job: Der Aufbau des Zeltes für das Schalksmühler Sommerfest.

Schon nach kurzer Zeit war gestern auf dem Rathausplatz der quadratische Umriss des Festzeltes zu erkennen. Es hat eine Grundfläche von 400 Quadratmetern, das heißt 400 Menschen können darin wettergeschützt feiern. Das Zelt reicht vom Kiepenlisettken bis zur Bahnhofstraße.

Wohlfahrt ist Vorarbeiter im Unternehmen Busche Zelte aus Sprockhövel. Die Crew ist mit acht Mann, zwei Kleintransportern und einem Lastwagen mit Anhänger angereist. Der Lastwagen bringt das komplette Zelt mit Grundgerüst, Fußboden, Zeltbahnen und Eingangstür. Zusätzlich für den Einsatz in Schalksmühle sind Betongewichte dabei. Die ganze Fuhre wiegt rund 20 Tonnen.

Die Gewichte werden benötigt, um dem Zelt die geforderte Standfestigkeit zu geben. Dazu werden sie in den Fußboden gelegt – bekanntlich ist der Rathausplatz zugleich die Decke einer Tiefgarage, in die keine Löcher für eine herkömmliche Zeltverankerung gebohrt werden dürfen.

„Unsere Zelte sind ein Baukastensystem. Wir können für jede Personenzahl und jedes Platzmaß die richtige Größe aufbauen. Mein Sohn sagt immer, was wir hier machen, sei Lego für Erwachsene“, freute sich Thomas Wohlfahrt.

„Vor allem können wir relativ schnell reagieren, was sich in diesem Sommer bewährt hat. Wir hatten sehr viele, sehr kurzfristige Anfragen für Festzelte, weil das Wetter vielen Gastgebern, die eigentlich eine Freiluftveranstaltung geplant hatten, einen Strich durch die Rechnung gemacht hat“, erläuterte Wohlfahrt. Egal, wie die Prognosen lauten und wie sich das Wetter tatsächlich entwickelt, das dreitägige Fest ist in den sprichwörtlichen „trockenen Tüchern“. Eröffnet wir es heute um 20 Uhr von Bürgermeister Jörg Schönenberg, danach beginnt die 80er-Jahre Party.

Morgen geht es um 14 Uhr mit dem Blasmusik-Konzert des Musikvereins Die Volmetaler weiter. Von 15 bis 17 Uhr ist (nicht nur) Seniorentanzparty mit Schlagern und Walzer. Ab 17 Uhr zeigt die Sportschule Ralf Strackbein Sportarten zur Selbstverteidigung. Ab 18 Uhr stehen Sportler des Schalksmühler TV auf der Bühne. Morgen um 20 Uhr beginnt das Konzert mit der Band Chris & the Poor Boys. Sie interpretieren mit unverkennbar irischem Einfluss Rock-, Pop- und Folk-Klassiker der vergangenen 50 Jahre.

Der Sommerfest-Sonntag beginnt um 10.15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Ab 11.15 Uhr spielt Bäng Bäng, die Band des Trompeters und Posaunisten Thomas Wurth, Jazz-Standards und Dixie-Klassiker.

Die Dahlerbrücker Husaren, die sich seit fast zehn Jahren beim Sommerfest engagieren, sind wieder mit dabei. Der erste Vorsitzende Uwe Niehaus weist aber darauf hin, dass die Husaren, diesmal nicht an der Organisation beteiligt waren. Ihre Pommesbude sowie der Cocktail- und Bierstand sind hinter dem Festzelt an der Fußgängerbrücke über die Volme zu finden.

Beim Sommerfest wird heute von 20 bis 1 Uhr gefeiert, morgen von 14 bis 1 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

http://www.schalksmuehle.de

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