Hunde in der Gemeinde

Ist Schalksmühle hundefreundlich?

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Wie willkommen sind Hunde und ihre Besitzer in Schalksmühle? Eine Hundeexpertin schätzt Situation positiv ein.

Schalksmühle - Ist  Schalksmühle hundefreundlich? Gibt es für die Vierbeiner genügend Auslaufmöglichkeiten? Wie einfach ist es, Gleichgesinnte zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen? Wir sind diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Grundsätzlich könne man mit einem Hund in Schalksmühle sehr gut laufen, meint eine, die es wissen muss. „Es gibt schließlich genug Wald und Wiese rings um Schalksmühle“, sagt Anna-Lena Pieper, Leiterin des Tierheims Dornbusch. Auch finanziell sei es aufgrund der niedrigen Hundesteuer im Vergleich etwa zu Lüdenscheid für die Besitzer attraktiv, in der Berg- und Talgemeinde zu leben. Ein Blick in die Gebührenordnung der Gemeinde bestätigt das. 

Wie schon in den vergangenen vier Jahren liegt der Steuersatz auch 2020 bei einem Vierbeiner bei 66 Euro. Ab dem zweiten Tier werden je 78 und ab dem dritten Hund werden je 90 Euro fällig. Insgesamt sind 1068 Hunde in der Gemeinde bei der Verwaltung registriert. Keine ungewöhnlich hohe Anzahl für den ländlichen Raum, heißt es aus dem Rathaus. Höhere Steuern für sogenannte Listenhunde, umgangssprachlich auch Kampfhunde genannt, werden übrigens in Schalksmühle nicht erhoben. „Das ist ein großer Pluspunkt“, meint Pieper. 

Was sind die Nachteile?

Nachteilig für Hundefreunde in der Gemeinde sei es, dass hier und auch in der Umgebung keine Hundewiesen vorhanden sind. „So etwas gibt es nicht, weil sich niemand darum kümmern möchte.“ Schade findet die Tierheimleiterin auch, dass es an der Glörtalsperre keinen Hundestrand mehr gibt. „Der hat im Sommer immer viele Hundebesitzer angezogen.“ Kontakt aufzunehmen zu anderen Hundebesitzern falle in Schalksmühle nicht schwer. „Wenn ich mit Hunden laufen gehe, dann treffe ich immer viele andere mit Hund.“ 

Doch dauerhafte Kontakte oder gar regelmäßige Treffen, etwa zum Rudel-Gassi-Gehen, entstehen weniger. Zwar gibt es bei Facebook die Gruppe „Hundefreunde Schalksmühle“, doch besonders aktiv sei diese nicht, so Anna-Lena Pieper. Dabei rechnet sie den modernen Medien viel Potenzial zu, Hundebesitzer untereinander besser vernetzen zu können. Nachhilfe geben soll dabei unter anderem eine Software für das Smartphone. „Dogorama ist die Hunde-App für alle Hundebesitzer, die mehr mit ihrem Hund erleben wollen“, preisen die beiden Jungunternehmer Jan Wittmann, gelernter Mediengestalter, und Christoph Skorupa, Programmierer, aus Leipzig ihr „Facebook, nur für Hund und Herrchen/Frauchen“ an. Deutschlands erste lokale Community-App für Hundebesitzer – sie ist seit April 2019 in Deutschland auf dem Markt – soll helfen, sich mit seinem Vierbeiner in der Umgebung zurecht zu finden. Laut Unternehmensangaben sollen rund 20 000 Nutzer die App derzeit verwenden. 

Wie ist es auf dem Land?

Die Anwendung bietet die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Tierärzte, Hundewiesen und Zoohandlungen zu finden und sich vor Giftködern warnen zu lassen. Zu lesen ist in den Ausführungen der Macher, dass die Anwendung gerade im stressigen Großstadtleben eine Hilfe darstellen soll. Doch zeigt die App auch auf dem Land die gewünschte Wirkung? Auf Nachfrage sagt der Mitgründer Jan Wittmann: „Ja, auch in den ländlichen Gebieten gewinnen wir immer mehr Nutzer. Auch hier kennen die Hundebesitzer nicht unbedingt ihre Nachbarn mit Vierbeiner.“ 

Die Betreiber verweisen auf einige Posts und Nachrichten von Nutzern, die über das Smartphone neue Gassifreunde gefunden haben. „Diese wohnen meist nur drei Straßen entfernt, aber man kannte sich vorher dennoch nicht.“ Gerade die Möglichkeit, sich über die Anwendung vor Giftködern oder Ähnliches warnen zu lassen, stoße bei den Stadthundebesitzern auf ein sehr hohes Interesse. Eine solche Gefahr sei in ländlicheren Gegenden kaum vorhanden, dennoch würden sich die Hundebesitzer dort auch über solche Informationen freuen, falls Giftköder oder Ähnliches gefunden werden, zeigt Jan Wittmann den wesentlichen Unterschied zwischen Stadt und Land im Bezug auf die App auf.

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