Konzert in der Festhalle Spormecke

Sinfonieorchester begeistert Publikum

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Unter der Leitung von Cornelius Frowein lieferten die jungen Musiker des Bezirks Schalksmühle der Musikschule Volmetal ein überzeugendes Sinfoniekonzert ab.

Schalksmühle - Zum Abschluss intensiver Probenarbeit gelang der Musikschule Volmetal – Bezirk Schalksmühle – am Samstag in der Festhalle Spormecke mit einem begeistert gefeierten Sinfonieorchester-Konzert ein großer Coup.

Vor vollbesetzten Rängen trumpften die rund 70 Schüler unter musikalischer Leitung von Cornelius Frowein mit klangschönen Werken unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads auf. Mit viel Fingerspitzengefühl und großer Kunstfertigkeit gelang es, jüngere Schüler in den runden, harmonischen Orchesterklang einzubinden. Im Jubiläumsjahr des Bezirks Schalksmühle war das Konzert ein weiterer strahlender Höhepunkt.

Sinfoniekonzert begeistert Zuhörer

Als besondere Gäste hieß Bezirksleiterin Kathrina Frisch Bürgermeister Jörg Schönenberg und seinen Amtskollegen Michael Brosch aus Halver beim Sinfoniekonzert willkommen. Auf das 40-jährige Bestehen des Bezirks und Veränderungen des Musikschullebens in dieser Zeit ging sie ein. Früher habe es regelmäßige Orchesterarbeit gegeben. Im Gegensatz dazu finde diese heutzutage in Workshops statt. „Viele Verpflichtungen stehen für die Musik zurück“, lobte sie die jungen Musiker des Projektorchesters, die viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung des Konzerts investiert hatten. Mit einer Gavotte von Arcangelo Corelli versetzte das Gesamtorchester in die Barockzeit zurück. Heiteren Charakter versprühte der historische, spritzig dargebotene Gesellschaftstanz.

Morgenerwachen wird hörbar

Als Moderator und Dirigent nahm Cornelius Frowein, der von 2015 bis 2017 Gesamtleiter der Musikschule Volmetal war und inzwischen an der Folkwang-Universität der Künste in Essen tätig ist, das Publikum auf eine musikalische Reise durch schillernde, vielfarbige Klangwelten und unterschiedlichste Stilepochen mit. Mitreißende Musikstücke – angefangen bei der von der nordischen Mythologie und Sagenwelt inspirierten Musik Edvard Griegs bis zur Filmmusik zum Blockbuster „Pirates of the Caribbean“ (Fluch der Karibik) von Klaus Badelt – hatte die Musikschule für den großen Auftritt ausgewählt. Griegs „Zug der Zwerge“ führte Trolle, Zwerge und Elfen bildhaft vor Augen.

Mit einschmeichelnder Melodik und großer Gebärde ließen die jungen Musiker zudem an Naturschönheit und einem beeindruckenden Morgenerwachen in den Appalachen im Nordosten Amerikas – lautmalerisch nuancenreich von Robert Sheldon eingefangen – teilhaben. Das gesamte Orchester einschließlich der jungen Schüler war in den eingängigen ersten Teil des Konzerts eingebunden. Virtuosität, Gefühlstiefe und Ausdruckskraft forderte der Auszug aus Chopins Klavierkonzert-Schaffen ein, der den fortgeschrittenen Schülern vorbehalten war.

Jenny Werthmann überzeugt als Solistin

Als Solistin brillierte Jenny Werthmann in dem anspruchsvollen, frei gestalteten und zutiefst romantischen Solopart. Lyrisch und spieltechnisch versiert ließ die junge Pianistin aufmerken. Über Dvoraks berühmte Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ – daraus vorgestellt der mitreißende vierte Satz – baute das Orchester effektvoll den Spannungsbogen zur abschließenden Filmmusik als Höhepunkt des zündenden Konzerts auf.

In einer angepassten Version ließ das junge Orchester seine Zuhörer an den überwältigen Eindrücken des im fernen Amerika weilenden Komponisten und seiner Sehnsucht nach seiner böhmischen Heimat teilhaben.

Auch die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ geriet zum großen Wurf. Mit einem „Slawischen Tanz“ von Dvorak als Zugabe verabschiedeten sich die jungen Musiker schwungvoll von ihrem begeisterten Publikum.

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