Senioren-WG: Pionierarbeit für gepflegtes Wohnen

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Das Betreuungsteam der Senioren-WG präsentierte das neue Plegebad mit Badewanne.

SCHALKSMÜHLE ▪ Viele Senioren wünschen sich ein selbstständiges Zusammenleben mit anderen Menschen, auch wenn im Alter die Gesundheit nicht mehr so mitspielt. In der Schalksmühler Senioren-WG für ältere Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf kann für einige Gemeindemitglieder dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen.

Am Samstag stellte das Betreuungsteam diese etwas andere Wohngemeinschaft an der Bergstraße 137 vor. Zusammen mit dem Leiter des Geschäftsbereichs Ambulante Pflege im Diakonischen Werk Bethanien, Hartmut Fehler, erklärte es Interessierten das Konzept bei einem Tag der offenen Tür.

Am 1. Juni ziehen die Senioren ein

Die WG ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht offiziell eröffnet. Derzeit sind auch noch vier der insgesamt zehn Zimmer der Wohngemeinschaft frei. Zwei größere Räume wären bei Bedarf jeweils zudem für ein Ehepaar geeignet. Ab dem 1. Juni beginnt offiziell das Leben in der Senioren-Wohngemeinschaft. „Im Großen und Ganzen wird der Tagesablauf so sein wie in einer ganz normalen Wohngemeinschaft, wobei Pflege- und Betreuungsdienstleistungen sowie hauswirtschaftliche Aufgaben vom Ambulanten Pflegedienst ‚Bethanien mobil’ sichergestellt werden“, erklärt Hartmut Fehler. Ferner unterstützt die Freie Evangelische Gemeinde (FeG) Schalksmühle die Senioren-WG.

„Obwohl rund um die Uhr immer eine Betreuungsperson vor Ort ist, können und sollen die Senioren in den Alltagsablauf mit einbezogen werden, zum Beispiel mit hauswirtschaftlichen Tätigkeiten“, betont Hartmut Fehler. In diesem Zusammenhang sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes „Bethanien mobil“ auf die große, neue Wohnküche in der Senioren-WG ganz besonders stolz. Dort können Bewohner und Betreuer gemeinsam kochen und essen, miteinander kommunizieren und soziale Kontakte pflegen.

Geborgenheit auch für Demenzkranke

Grundsätzlich richtet sich das Angebot gerade an Menschen, die an örtlicher Desorientierung leiden. „Diese Senioren können sich in dem Haus, das zum Beispiel mit bestimmten Orientierungspunkten wie orangefarbenen Linien an Türen zu Wohnbereichen und blauen Linien an Türen zu Toiletten- und Bad-Bereichen ausgestatten ist, sicher und geborgen fühlen“, ist sich Hartmut Fehler sicher. Darüber hinaus verfügt das Haus über einen „geschützten Garten“ sowie zahlreiche Pflegehilfsmittel wie zum Beispiel behindertengerechte Badezimmer mit ebenerdigen Duschmöglichkeiten sowie ein Pflegebad.

Gepflegt wohnen auf selbstbestimmte Weise und nie allein sein – das ist das Konzept, mit dem die erste Schalksmühler Senioren-WG ab sofort Pionierarbeit in der Volmegemeinde leisten und zudem auch Anregungen für zusätzliche Einrichtungen dieser Art in der Umgebung geben möchte. ▪ Björn Othlinghaus

Weitere Infos gibt es bei Pflegedienstleiterin Nicole Rieger (Tel.: 0 23 51 / 4 33 34 48) oder unter http://www.seniorenwg-schalksmuehle.de im Internet.

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